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Serien oder Filme online schauen: Was die Videostreaming-Dienste bieten und kosten

Paar vor dem Fernseher © Bild: iStockphoto.com

Fernsehen hat sich stark verändert. Armin Huber, 45 Jahre, Programmierer: "Früher bestimmte das Fernsehprogramm meinen Tagesablauf. Und wenn ich als Schulkind krank war, musste ich bis 10.30 Uhr warten, um einen Film auf ORF schauen zu können. Jetzt hole ich mir, was ich will und wann ich will."

Videostreaming heißt Fernsehen heute. Die Dienste, Netflix, Maxdome oder Sky Online, wachsen stetig, ebenso das Serien-und Filmangebot. Wer sich Serien wie "House of Cards","Orange Is the New Black" oder "Dead Man Walking" ansehen möchte, muss wissen, wo er sie herbekommt und was das Vergnügen kostet.

Die Preisgestaltung variiert: Manche Anbieter haben Flatrates, mit denen man alles aus dem TV-Angebot wählen kann. Manche fokussieren auf Bezahlung je Filmwahl, andere wiederum mischen beides. Das beste Produkt hängt also von den individuellen Gewohnheiten ab. Ein Überblick über die wichtigsten Videodienste und deren Stärken und Schwächen:

Netflix: Der US-Marktführer deckt sein komplettes Angebot mit Flatrates ab. Die heißen dort Basis (7,99 Euro/Monat), Standard (9,99 Euro) und Premium (11,99 Euro). Die Flatratepakete wirken sich nicht auf das Serien-oder Filmangebot aus, das bleibt immer gleich. Bei den teureren Paketen kann man aber in Ultra-HD oder mit mehreren Geräten gleichzeitig schauen -ideal für Familien oder Wohngemeinschaften. Netflix hat bei Serien das wohl umfangreichste Angebot. Da Netflix online sendet, muss man auch eine entsprechende Internetverbindung haben. Viele neuere Smart-TV-Geräte und Blu-Ray-Player haben die benutzerfreundliche Netflix-Software bereits vorinstalliert. Die Übertragung ist aber auch via UPC-Box, Xbox, PC oder Laptop möglich.

Amazon Prime: Das Film-und Serienangebot des Versandhauses mitsamt Premiumversand für gekaufte Artikel gibt es für eine Jahresgebühr von 49 Euro; pro Monat sind das vier Euro. Das heißt aber nicht, dass alle Serien damit abgedeckt sind. Wer etwa die fünfte Staffel von "Game of Thrones" sehen möchte, zahlt 27,99 Euro zusätzlich zu seiner Prime-Gebühr.

Maxdome: Die Online-Videothek der TV-Gruppe ProSiebenSat.1 bietet ein Storeund ein Monatspaket an. Bei Store muss man nur zahlen, wenn tatsächlich aus dem Programm gewählt wurde. Das pauschale Monatspaket deckt mit 7,99 Euro das gesamte Programmangebot ab. Abrufen lässt sich das TV-Angebot über ähnliche Geräte wie bei Netflix.

Sky Online: Der Bezahlsender funkt seit kurzer Zeit auch als Online-Videohändler. Dort findet man exklusive Serienstaffeln, wobei ein paar Soaps nicht im Angebot sind. Bei aktuellen Blockbustern hat Sky oft die Nase vorne. Für das Serien- und Filmpaket verlangt Sky 24,98 Euro pro Monat. Abgerufen werden die Filme und Serien über die eigene Sky-Box oder über mobile Geräte sowie per Xbox One und neue Samsung-Fernseher (ab dem Baujahr 2014).

A1-TV: Die heimische Antwort auf Netflix &Co. Hier braucht man einen Festnetz-Internetanschluss und eine A1 Mediabox (2,90 Euro/Monat). Die monatlichen Gebühren für A1 TV Plus machen 6,90 Euro aus. Das Angebot ist deutlich geringer als das der anderen Anbieter. Filme und Serien kosten zusätzlich.

Daneben sind auch die Onlinedienste Watchever (8,99 Euro/Monat) und Flimmit (6,25 Euro/Monat) zu nennen. Kleiner Tipp: Den geeigneten Anbieter findet man am besten beim Testen. Viele bieten einen kostenlosen Probemonat an. Wer Lust auf Abwechslung hat, kann also damit die nächsten Monate erst einmal gratis schauen.

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