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"Das Kalifat ist da": Das Video
des Axt-Attentäters im Wortlaut

Würzburg-Attentäter wohl via Österreich eingereist

Fakten - "Das Kalifat ist da": Das Video
des Axt-Attentäters im Wortlaut © Bild: APA/AFP/dpa/KARL-JOSEF HILDENBRAND

Das bayerische Innenministerium hat die Echtheit des im Internet verbreiteten Bekennervideos zum Attentat von Würzburg bestätigt. Das Video war am Dienstag vom IS-Sprachrohr Amak ins Netz gestellt worden. Nach der Terrorattacke sind zwei Menschen weiter in Lebensgefahr. Ein 17 Jahre alter Flüchtling hatte die beiden und drei weitere Menschen am Montagabend mit Axt und Messer attackiert. Er dürfte im Vorjahr durch Österreich nach Deutschland eingereist sein. Das sagte Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck am Mittwoch zur APA und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Der Jugendliche sei im Juni 2015 in Passau registriert worden, und es sei "davon auszugehen, dass davor eine geschleppte Durchreise durch Österreich erfolgt" sei, sagte Grundböck. "Nach aktuellem Stand beschränkt sich darauf der Bezug nach Österreich." Das Innenministerium stehe in Kontakt mit den deutschen Behörden.

In einem Regionalzug verletzte der junge Mann vier Mitglieder einer Familie aus Hongkong, auch eine Passantin, der er auf seiner Flucht begegnete, kam ins Krankenhaus. Kurze Zeit später wurde er von Polizisten erschossen. Erkenntnissen der Ermittler zufolge hatte die Tat einen islamistischen Hintergrund.

Einzelheiten der Tat geschildert

Unterdessen schilderte ein Mitglied der Hongkonger Familie Einzelheiten der Tat. Zuerst sei der Angreifer auf den Freund ihrer Schwester losgegangen, sagte die 30-jährige Sylvia, die selbst aber nicht an der Reise teilgenommen hatte, der Hongkonger Zeitung "Apple Daily". "Als meine Mutter und mein Vater das sahen, stellten sie sich in den Weg und wurden dabei verletzt."

Der 30-jährige Freund der Schwester sowie der 62 Jahre alte Vater befinden sich dem Bericht zufolge mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation. Auch die 58-jährige Mutter und die 26-jährige Schwester wurden schwer verletzt. Eine weitere Schwester im Alter von 17 Jahren blieb demnach unverletzt.

Zweifel an Identität des Attentäters

Der Präsident des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat Zweifel an der bisher vermuteten Herkunft des Axt-Attentäters von Würzburg. Es sprächen gute Gründe dafür, dass er sich unter einer anderen Identität gemeldet habe, sagte Maaßen am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Dies sei allerdings verbreitet und spreche nicht unbedingt für einen terroristischen Hintergrund.

Zuvor hatte das ZDF bereits berichtet, dass die Ermittler an der von dem Jugendlichen angegebenen Herkunft aus Afghanistan zweifelten. In seinem Zimmer sei ein pakistanisches Dokument gefunden worden. Der Sender berichtete zudem unter Berufung auf Sprachexperten, dass der 17-Jährige in einem mutmaßlichen Bekennervideo die Sprache Paschtu mit eindeutig pakistanischer Aussprache spreche.

Minister geht von afghanischer Nationalität aus

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere sieht bisher keinen Anlass, an der afghanischen Nationalität des Attentäters von Würzburg zu zweifeln. Gegen die Annahme, dass es sich um einen Pakistaner handle, spreche der Hinweis, dass möglicherweise auslösendes Motiv für den Angriff am Montagabend auf Reisende der Tod eines Freundes in Afghanistan gewesen sein solle.

Das sagte der Minister am Mittwoch in Berlin. Ferner liege ein Antrag auf Zusammenführung der Familie vor - dieser beziehe sich auf Afghanistan und nicht Pakistan.

Attentäter von IS "angestachelt"

Bei dem Attentäter von Würzburg handelt es sich nach Angaben des deutschen Innenministers Thomas de Maiziere um einen Einzeltäter, der sich durch die Propaganda der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) "angestachelt gefühlt hat". Das Bekennervideo enthalte keine Hinweise auf eine Anordnung des IS, sagte de Maiziere am Mittwoch in Berlin.

Das Bekennervideo des Attentäters

Am Dienstag stellte das IS-Sprachrohr Amak ein Bekennervideo ins Netz. Nach einer Übersetzung der Deutschen Presse-Agentur hat die Botschaft folgenden Wortlaut:

"Im Namen Gottes, ich bin ein Soldat des IS und beginne eine heilige Operation in Deutschland. Die Zeiten sind vorbei, in denen Ihr in unsere Länder gekommen seid, unsere Frauen und Kinder getötet habt und Euch keine Fragen gestellt wurden. Die ungläubigen Regierungen saßen einfach da und taten nichts. Sie hatten nicht ein bisschen Ehre im Leib, dass sie sich nicht gegen Euch ausgesprochen haben.

»Werden Euch in euren Häusern abschlachten«

Aber diese Zeiten sind vorbei. Bei Gott, das Islamische Kalifat herrscht jetzt im Irak, in Syrien, in Khorasan, in Libyen und dem Jemen. So Gott will wird Euch jeder Kämpfer des Islamischen Staates finden, so Gott will werden sie Euch in euren Häusern abschlachten. So Gott will (...) werden die heiligen Krieger starke Festungen bauen in Euren eigenen Ländern. So Gott will, werdet Ihr in jeder Straße, in jedem Dorf, in jeder Stadt und auf jedem Flughafen angegriffen.

Bei Gott, der Islamische Staat hat so viel Macht, der allmächtige Gott hat so (ihm) viel Macht verliehen, dass Ihr überall angegriffen werden könnt und Euer Parlament auch.

Ihr könnt sehen, dass ich in Eurem Land gelebt habe und in Eurem Haus. Bei Gott, ich habe diesen Plan in Eurem eigenen Haus gemacht. Und so Gott will werde ich Euch in Eurem eigenen Haus abschlachten. Ich werde so ein Durcheinander in Euren Straßen anrichten, dass Ihr Frankreich vergessen werdet.

Wenn Gott will und ich Luft und Blut in meinem Körper haben, werde ich bis zum letzten Moment kämpfen. So Gott will werde ich Euch mit diesem Messer abschlachten und Eure Schädel mit Äxten brechen.

Oh, Muslime, wann hört Ihr auf, Euch gleichgültig schlafen zu legen? Wacht auf. Das Kalifat ist da. Bekennt Euch zum Kalifat. Bekennt Euch zu Abu Bakr Al-Baghdadi Al Quraishi als Hussaini. Geht in Eure Provinzen. Khurasan ist für Euch eingerichtet (wörtlich ausgesucht) worden, in jedem Land der Welt ist eine Provinz für euch eingerichtet (ausgesucht) worden. Geht in Eure Provinzen. Ihr könnt nicht in den Irak oder Syrien gehen - aber tut wenigstens das. In Eurem Land ... die ungläubige Polizei und Armee ..." Das Video bricht ab.

Kommentare

giuseppeverdi melden

Da hat es doch hier eine Obergescheite mit der Hausnummer 70 gegeben, die zu mir einmal, als ich gesagte habe, dass mit den vielen unkontrollierten Übertretern der Grenze in Spielfeld, auch Schläfer des IS dabei sein könnten gesagt, das zuviel Angst auch gestorben sei (oder so ähnlich weil solchen Unsinn muss man sich ja nicht merken). Nun hat ein 17 jähriger unbegleiteter Jüngling sich als....

giuseppeverdi melden

...solch ein Schläfer erwiesen. Und nun schweigt die Obergescheite 70igerin. Oder sie Wird die Ausrede verwendenh, dass der ja gar nicht zum IS gehören würde und wer weiß was noch, nur damit sie in ihrem Zwang recht zu haben und immer das letzte Posting zu setzen, recht bekommt. Sls obe es einen Unterschied machen würde, ob der wirklich zum IS gehört oder nicht. Er ist en potenzieller Mörder.....

giuseppeverdi melden

... und die Opfer haben auch Angst gehabt und sind dafür fast gestorben. Und nun halt endlich deinen vorlauten dummen Mund du sch.....Siebzigerin

Wind80 melden

Thja, ich verstehe dich.. ich hab vor längerer Zeit auch mal versucht einen deutschen Kollegen zu erklären warum ich von der ganzen Sache an den Grenzen schon sicherheitstechnisch nicht so begeistert war - und zwar wegen dieser Kombi:

a) Da draußen gibt es offensichtlich einige "Gruppierungen" die uns (der böse "Westen") offensichtlich richtig hassen, und uns schon immer mit Angriffe drohten

Wind80 melden

und b) Aus Sicht der überzeugten "feinde des Westens" müsste man echt kein super-Stratege sein, um zu erkennen dass man in den ganzen Chaos Material ein paar "Kämpfer" (oder A. Löcher, wie man das betrachtet) oder verbotenes Material unbemerkt durch die sonst dichten Grenzen reinschleusen könnte...
Und auch wenn nur einer auf 10000 die reinkommen ein A.Loch ist, wäre das echt ein Problem..

Wind80 melden

Der deutsche Kollege hat mich dafür eine Woche lang verarscht - so in Richtung "schau dir mal den paranoischen Össi an / was hat den der da für Ängste", und natürlich große Kritik an den damaligen Diskussionen der Obergrenze da "man verpflichtet sei ALLE reinzulassen - keiner darf an der Grenze warten" u.s.w.

Na ja.. vermutlich hat er seine Meinung immer noch nicht geändert - manche sind so...

Wergznase melden

Die Sorge ist durchaus berechtigt. Nur, was kann bzw soll man tun ? Nimm 10000 beliebige Menschen. Du wirst darunter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einige Verbrecher finden. Oder solche, die in Zukunft Verbrechen begehen werden. Was fängt man mit dieser Gewissheit an ? Zur Sicherheit alle 10000 einsperren ?

Und solche Extremisten finanziert das Sozialamt, auch in A, noch mit Steuergeldern, Gratiswohnung, Gratis-ÖV, Steuerbefreiung und vielem mehr. Eine Zumutung!

Und solche Extremisten finanziert das Sozialamt, auch in A, noch mit Steuergeldern, Gratiswohnung, Gratis-ÖV, Steuerbefreiung und vielem mehr. Eine Zumutung!

AdLa melden

Wie kann ein 17 jähriger so fanatisch sein? der muss ja eine Gehirnwäsche hinter sich haben. Er alleine kann gar nicht auf solche Gedanken kommen. Also stecken mehrere dahinter.

Tavington melden

muslime sind so. ungläubigen zu töten ist ihre pflicht. so sind sie erzogen worden, sie können nicht anders. dahinter stecken ihre muslimmamas und muslimpapas, die sie schon im kleinkindalter auf hass trainieren. sie können eigentlich nicht dafür.

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