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Das nahende Ende der VHS-Kassette

39 Jahre nach der Vorstellung stellt der letzte Hersteller die Produktion ein

VHS-Kassette © Bild: imago

Lange Zeit war sie der Standard, jetzt ist ihr endgültiges Ende nah: die VHS-Kassette. 39 Jahre nach der Vorstellung des Formats durch JVC, hat jetzt die deutsche SK-Unternehmensgruppe (Sauerland-Kunststoff) vermeldet, die letzten auf der Welt produzierten Kassetten gekauft zu haben.

Wie "heise.de" berichtet, sollen die letzten VHS-Kassetten unter den Marken "Platinum" bzw. "Xlyne" bis Ende des Jahres vertrieben werden, danach ist Schluss. Und das, obwohl alleine in Deutschland nach wie vor jährlich eine fünfstellige Anzahl der Magnetbänder über den Ladentisch wandert. Doch der südkoreanische Hersteller Cosmo AM & T hat die Produktion eingestellt, andere Anbieter konnte die SK-Gruppe bislang nicht auftreiben.

Aufnahmezeit entschied

VHS (Video Home System) wurde von JVC erstmals 1976 vorgestellt und setzte sich gegen den von Sony entwickelten Konkurrenten Betamax durch. Entscheidendes Kriterium in diesem Kampf war die Aufnahmezeit: Während Betamax-Kassetten nur eine Stunde Bild und Ton auf Band bannen konnten, schaffte VHS das doppelte. Damit konnte erstmals ein ganzer Spielfilm aufgezeichnet werden.

Zwar legte die Konkurrenz 1979 mit dem technisch besseren "Video 2000"-System nach, doch da war der Kampf bereits zugunsten der VHS-Kassette entschieden. Abgelöst wurden die schwarzen Bänder erst Anfang der 2000er-Jahre von der digitalen Konkurrenz der DVDs.

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