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"Ich habe Mist gebaut"

Weltmeister Vettel entschuldigt sich bei Webber für "verbotenes" Überholmanöver

F1 Grand Prix of Malaysia © Bild: 2013 Getty Images

Sebastian Vettel hat sich nach seinem umstritten Sieg in Malaysia bei der Pressekonferenz beim australischen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber entschuldigt. "Ich habe einen großen Fehler gemacht. Ich hätte meine Position halten müssen. Ich will bei der Wahrheit bleiben und mich bei Mark entschuldigen", sagte der nun 27-fache Grand-Prix-Sieger.

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Sebastian Vettel wollte sich umgehend beim Red-Bull-Team sowie seinem Teamkollegen Mark Webber für die Vorfälle in Malaysia entschuldigen. "Ich habe mich über eine Team-Entscheidung gestellt, und es tut mir leid", sagte der Rennfahrer und gestand: "Ich würde gerne mit einer netten Entschuldigung daherkommen, kann es aber nicht. Ich werde heute nicht leicht einschlafen. Erst nach einer richtigen Entschuldigung bei Mark und dem Team."

Zumindest verbal agierte Vettel damit anders als sein Landsmann und Rekordweltmeister Michael Schumacher, der auch nach seinen "schmutzigen" Siegen selten Reue gezeigt hatte. Auf die sofort angestellten Vergleiche und den Hinweis, dass ein Sieg am Ende ein Sieg sei, wollte Vettel nicht eingehen.

"Es gibt keinen Rückspulknopf"

"Die Hauptlehrstunde heute war, das ich es besser hätte wissen müssen", meinte der Dreifach-Champion. "Als ich den Helm abgezogen hatte und gesehen habe, dass Mark nicht so glücklich war ..., schlug es ein wie ein Blitz. Das ist jetzt mit Sicherheit keine schöne Situation, obwohl wir uns eigentlich über viel freuen können."

Die Freude hielt sich zumindest nach Außen in Grenzen. "In mir sieht es nicht gut aus", betonte Vettel. "Das ist eben so manchmal im Leben. Wenn man die Chance hätte, etwas anders zu machen, würde man es anders machen. Aber es gibt für so etwas keinen Rückspulknopf."

Teamanordnung ignoriert

Vettel hatte im Rennen in Sepang einen "Waffenstillstand" bedeutenden Code ins Cockpit gefunkt bekommen, Webber kurz vor Schluss aber trotzdem mit einem gefährlichen Manöver überholt. "Ich hätte die Teamanordnung nicht ignorieren dürfen, hätte mich besser benehmen müssen", gab Vettel zu. "Wenn es etwas zu sagen gibt, dann sprechen wir intern darüber. Wir haben genug Zeit dafür. Ich bin jetzt das schwarze Schaf. Ich kann mich nur bei Mark entschuldigen."

Das Manöver sei natürlich mit Absicht geschehen. "Aber ich wollte die Strategie nicht ignorieren. Man hat eine gewisse Verantwortung für das Team und die Leute, die das ganze Jahr in der Fabrik arbeiten", ergänzte der deutsche Dreifachweltmeister, der mit diesem Erfolg die WM-Führung nach zwei von 19 Rennen übernahm.

Verhaltene Euphorie: "Er hätte gewinnen sollen"

Dass das ohnehin angespannte Verhältnis zu Webber nun nicht besser geworden ist, war Vettel bewusst. "Wir haben schon schwierige Situationen in der Vergangenheit gehabt. Wir sind nicht die besten Freunde, aber es ist schwer, mit irgendjemandem im Fahrerlager befreundet zu sein. Ich respektiere Mark als Fahrer. Wir haben in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet. Ich bin nicht stolz auf das, was ich getan habe. Wenn ich nochmals in dieser Situation wäre, würde ich es anders machen. Aber ich kann es jetzt nicht mehr ändern", sagte Vettel in der Pressekonferenz.

Er habe aber die Strategie nicht mit Absicht ignoriert, beteuerte der 25-Jährige. "Ich wusste erst nicht, dass ich einen Fehler gemacht habe. Erst als ich zurück an die Box gekommen war, vom Team gehört und ein paar kurze Worte mit Mark gewechselt hatte, wusste ich: Ich habe Mist gebaut."

Die Freude über den Sieg fiel daher zunächst auch nicht überschäumend aus. "Es tut mir nicht leid, dass ich gewonnen habe. Aber Mark ist auch ein starkes Rennen gefahren. Er hätte gewinnen sollen", erklärte Vettel .

Kommentare

Elcordes melden

Vettel wie Schumacher, zwei richtige Egoistenschweine. Aber das ist die Formel 1 hier zählt Ego mehr als Leistung. Die sollten die Regeln etwas aufweichen, damit es möglich ist den Vettel in die Kiste zu fahren. Bin mir sicher der Webber schießt ihn ab.

günza melden

Ich würde es tun.

hubsifubsi melden

webber ist die klare nr.2,ergo soll er das geld einstecken und die schnauze halten und nicht wie ein kleines beleidigtes kind herumschaun.
das er kein siegfahrer ist,hat er schon oft genug gezeigt.
beim naechsten rennen ist der webber eh wieder niergendwo,so eine lusche

günza melden

Ui, ein Vettel Liebhaber. Der Vettel ist ein kleine Arschwarze und wenn dem guten nicht alles in den Arschgeblasen worden wäre, so wäre der heute nicht ein einziges mal Weltmeister.

strizzi49 melden

Wenn man die Postings hier liest, kommen einem die Tränen! Herrschaften - mit Gefühlsduselei wird man NICHT Weltmeister !!! Wenn der Webber nicht ohne Stallorder gewinnen kann, soll er halt Zweiter bleiben! Wenn'st Weltmeister werden willst, mußt jede Schwäche des Gegners ausnützen! Und genau das hat er instinktiv gemacht! Und deswegen ist ER der Weltmeister und kein Anderer!

huginator melden

was heißt ohne stallorder kann er nicht gewinnen? das war genau umgekehrt. webber war auf siegkurs und hat nach ansage der teamleitung das tempo gedrosselt um das rennen sicher zu ende zu fahren - nur hat vettel diese anweisung ignoriert, was er mittlerweile sogar zugegeben hat.

günza melden

Vettel war, ist und wird immer der gleiche Arsch bleiben. Unfaires Verhalten wird sich bestimmt noch einmal rächen.

swubidi melden

Webber hätte nach dem Überholmanöver seinen Motor wieder auf volle Leistung drehen, sich an Vettel dran hängen und in den nächsten DRS-Bereichen wieder an Vettel vorbei ziehen können. Warum hat er das nicht gemacht? Weil er wahrscheinlich den Speed von Vettel einfach nicht halten hat können. Damit erübrigt sich in meinen Augen die ganze Diskussion. Vielleicht hab ich da aber einen Denkfehler.

günza melden

ja da hast Du einen Denkfehler. Das kann nicht so schnell wieder höhergestellt werden, das braucht einige Zeit. Weiters hat der Vettel die weichen Reifen drauf gehabt und es wäre bei einem weiteren hin und her eventuell auch zu einer Kollision gekommen und die wollte man eben unbedingt vermeiden. Vettel hätte sich nur an die Vereinbarung zu halten gebraucht. Wenn der Webber das Motormanagement nicht gesenkt hätte, wäre der Vettel gar nicht herangekommen.

wolfgang m. melden

@ swubidi: Das ist ja cool. Jetzt ist auf einmal Webber der Schuldige ???

swubidi melden

@günza: Ob es lange dauert bis der Motor wieder volle Leistung hat oder nicht kann ich nicht beurteilen, bin kein Technikfreak. Die Reifen sind für mich kein Argument, da ich davon ausgehe, dass auch Webber irgendwann im Rennverlauf die weichen Reifen montiert hatte.

@wolfang: Hab ich irgendwo geschrieben das Webber der Schuldige ist? Ich hätte mir halt eine Reaktion von ihm gewünscht.

günza melden

@swubidi: was soll der Webber den sagen? Der wird nicht mehr al zu lange dabei sein. Mir geht es eigentlich nur darum, dass der Vettel kein Teamspieler ist, aber umgekehrt es von den anderen erwartet. Und jetzt so zu tun als würde man ja alles gerne rückgängig machen nimmt ihm doch keiner ab. Setzt doch einen anderen in das Auto und Du wirst sehen, dass der genauso Weltmeister werden kann wie der Vettel. Der gute wird (warum auch immer) in den Himmel gehoben und kann doch nicht einmal ansatzweise einen Räikkönen,Rosberg, Hamilton oder Alonso das Wasser reichen.

swubidi melden

@günza: Nichts hätt er sagen sollen. Attackieren hätte er sollen ;-) Das es bessere Fahrer als den Vettel gibt seh ich genau so. Und ich habe auch nie geschrieben, dass ich die Aktion von ihm gut fand. Natürlich war das unsportlich zum Quadrat und umso mehr hätt ich mir von Webber eine Gegenattacke gewünscht. Wenn natürlich technisch nicht möglich war....na gut. Aber eine Anweisung von der Box

swubidi melden

hätt ich in dieser Situation nicht mehr ernst genommen. Funk kaputt......

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Null Respekt für Vettel ab sofort soll Webber wirklich Vollgas geben und ihm nur noch seinen Auspuff zeigen. Wie kann ein Teamkollege über Funk zu seinem Team sagen "Räumt mir den Mark weg der ist zu langsam" was soll denn das ? Dann noch das überholen an der Boxenmauer trotz Waffenstillstand. Einfach ein A.... sondergleichen. Der Dosenrennstall sowas von unten durch, denn Konsequenzen hat das sowieso keine.Die Entschuldigung nach dem Rennen kann er sich sonst wohin stecken. Da lob ich mir Nascar, da gibt es solche Blödheiten nicht. Heute wieder LIVE auf Motorvision !!!

günza melden

Da wird sich leider nichts ändern. Ich werde mir die F1 nicht mehr ansehen, da hab ich in Zukunft besseres zu tun.

Vom "Saubermann" zum "Arsch der Nation". Verstehe noch immer nicht warum sein Ego dieses Mal mit Ihm durchgegangen ist. Das ganze war so unnötig das selbst Webber als man Ihm darauf angesprochen hatte keine Erklärung dafür hatte.

Naja damit hat Vettel entgültig das Level von Schuhmacher erreicht. Ob man nun darauf Stolz sein kann oder nicht muss er selbst entscheiden. Hut ab vor Webber...

napy-one melden

Das GRÖßTE ARschloch aller Zeiten. Schade das Alonso ausgeschieden ist, einer der wenigen mit Charakter.

robertblum melden

@maxl!der hat mehr karakter als du !sei nicht traurig ,die italo maffia ist schlimmer denn nur so wird man winner!denn die guten sind 1944 in stalingrad geblieben !

Spitzensportler sind eben Egoisten, ganz egal in welcher Einzelsportart. Oder ist ein Schirennläufer einmal zu Gunsten eines Anderen schon einmal langsamer gefahren weil dieser Punkte gebraucht hat. Das sind doch alles Egoisten hoch 3, das muß man einfach akzeptieren.

stefan251 melden

Wenigstens sieht ers ein, aba das bringt Webber den Sieg a nimma zruck, der es in der beschissenen "Ewiger Zweiter"-Position eh mal verdient hätte a wieder zu gewinnen. Aba die Mentalität die bei Vettel a scho letztes Jahr übergreifen zu begann, macht ihn immer unsympathischer. Dieses "nur mit einem Sieg zufrieden sein, alle anderen sollen sich gefälligst aus seinem Weg scheren,...

stefan251 melden

wenn er daher kommt der große Zampano mit x Weltmeistertitel". Ich fand ihn scho länger arrogant und selbstgefällig vom Charakter ganz unabhängig, dass er nichtsdestotrotz einer der besten ist. Allerdings zeigen solche Siege nicht sein Talent. Und mit der Aussage "He is so slow, get him out of the way" UND dann noch die Ansage vom Team genau DAS nicht zu machen und Vettel nen Dämpfer zu verpassen

stefan251 melden

indem sie Webber vorne lassen UND dass er ihn dann entgegen der Teamorder trotzdem überholt hat weil das sein Ego sonst ned ausgehalten hätte zeigt eh viel von seinem Charakter.

viktor_ktn melden

Er ist dreifacher Weltmeister, weil er jede Kleinigkeit nützt, um nach vorne zu kommen ! Er wird beim nächsten Mal wieder überholen !

strizzi49 melden

Sehr richtig! Und wenn er nicht so wäre, wäre er nicht 3-fach-Weltmeister !!! Mit der ganzen Gefühlsduselei, die hier gepostet wird, wird man nicht Formel-1-Weltmeister !!! Da gehts beinhart ums Geschäft. Der Webber muß so fahren, dass er keine Stallorder braucht, um zu gewinnen! Wenn er das nicht kann, muß er halt Zweiter bleiben !!!

robertblum melden

99%der kritisierer würden genau so handeln und ich auch !nur die schnellsten sind sieger stallorder gehöhrt verpoten siehe schummel ferari maffia !

günza melden

Im Interesse des Teams muss auch gehandelt werden und als Egomane wird mann nicht besonders geschätzt. Was wäre wenn sich seine Leute beim Reifenwechsel einfach nicht anstrengen und sich Zeit lassen oder einen Reifen gar nicht montieren? Die sind sein Team. Da muss alles so laufen wie er es will.

für so einen Funkspruch gehört er wegen Unsportlichkeit die nächsten 3 Rennen gesperrt, dann schaltet er das nächste mal zuerst das Hirn ein.
Aber da passiert ja nix!!

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