Vettel steht in Suzuka ganz vorne: Red Bull- Pilot erobert die Pole Position in Japan!

Schwere Unfälle im Qualifying: Timo Glock im Spital Strafversetzung: Button um fünf Plätze zurückgereiht

Vettel steht in Suzuka ganz vorne: Red Bull- Pilot erobert die Pole Position in Japan! © Bild: AP/Baker

Beim Qualifying für den Grand Prix von Japan ging es äußerst turbulent zu. Die Pole Position holte Sebastian Vettel. Der deutsche Red-Bull-Racing-Pilot war um sechs Hundertstel schneller als der italienische Toyota-Fahrer Jarno Trulli. Die Rennkommissare haben Jenson Button und vier weitere Piloten jeweils um fünf Startplätze nach hinten versetzt. Verurteilt wurden auch der WM-Zweite Rubens Barrichello, Fernando Alonso, Adrian Sutil Sebastian Buemi.

Die Piloten wurden bestraft, weil sie nach einer Unfallserie gelbe Warnflaggen nicht beachtet hatten. Der Brite Button muss nach derzeitigem Stand im Brawn-Mercedes von Platz zwölf starten. Damit sinken seine Chancen, schon in Japan den Titelgewinn perfekt zu machen.

Zahlreiche Unfälle im Qualifying
Auf der Rennstrecke in Suzuka, die weltweit als eine der schwierigsten Pisten gilt, wird erstmals seit drei Jahren wieder Formel 1 gefahren. Prompt gab es im Qualifikationstraining zahlreiche Unfälle und die für eine Stunde geplante Session wurde damit zu einer Endlos-Story.

Im zweiten Abschnitt verunfallte zunächst Jaime Alguersari (Toro Rosso), dann kam der von einer Grippe geschwächte Toyota-Fahrer Timo Glock vor Start und Ziel von der Strecke ab und krachte mit Höchstgeschwindigkeit frontal in die Reifenstapel. Wurde zunächst Schlimmeres vermutet, weil der Deutsche lange an der Strecke behandelt und dann sogar ins Krankenhaus geflogen wurde, kam schnell Entwarnung. Der Deutsche kam offenbar mit Rückenprellungen und einer Wunde am linken Bein davon, sein Antreten wurde nicht ausgeschlossen. Es gehe ihm generell gut, hieß es.

Einige Piloten überfordert
Im Q3 gab es nach einem weiteren Crash von Heikki Kovalainen (McLaren) erneut eine Zwangspause, was bewies, dass auf der schnellen Strecke einige Piloten ziemlich überfordert sind. Schon im Freien Training war Vettels Teamkollege Mark Webber in die Streckenbegrenzung gerutscht, damit konnte der Australier nicht am Qualifikationstraining teilnehmen und startet als Letzter aus der Boxengasse. Damit kann Red Bull Racing den Konstrukteurstitel wohl endgültig abschrieben. Die Österreicher, die das Starterfeld als Erster und Letzter quasi in die Zange genommen haben, müssen sieben Punkte mehr machen als Brawn, um den vorzeitigen Titel für die Briten zu verhindern.

Im Kampf um den Fahrertitel ließ Vettel die - bei 25 Punkten Rückstand auf Button allerdings sehr kleinen - Hoffnungen noch leben. Der junge Deutsche zeigte eine brillante Vorstellung und sicherte sich seine fünfte Pole, die vierte in dieser Saison.

"Verrückte Session"
"Das Auto lief fantastisch", sagte der 22-Jährige, gestand aber ein, dass die vielen Unfälle nicht spurlos an ihm vorübergegangen seien. "Ich tat mein bestes, um nicht abgelenkt zu sein. Es war eine verrückte Session mit vielen Unfällen. Aber das Wichtigste ist, dass alle Piloten okay sind", meinte der junge Deutsche und erklärte: "Im Qualifying geht man immer ans Limit. Aber speziell die Kurve neun ist hier extrem anspruchsvoll. Wenn du zu weit raus auf die Kerbs kommst, bist du nur noch Passagier."

(apa/red)