Vettel und Red Bull hoffen auf KERS-Boost:
Drei bis fünf Zehntel pro Runde möglich

Personalrochaden im Williams Formel 1-Team Christian Wolff könnte Patrick Head beerben

Vettel und Red Bull hoffen auf KERS-Boost:
Drei bis fünf Zehntel pro Runde möglich © Bild: GEPA/Batchelor

Die größten Probleme hatte Red Bull bislang mit dem Energierückgewinnungssystem KERS, für den Grand Prix am kommenden Wochenende in Istanbul erhofft sich Sebastian Vettel nun "einen deutlichen Schritt vorwärts." Beim Formel 1-Team von Williams versucht man mit Personalrochaden auf die aktuellen Probleme zu reagieren.

"Für die nächsten Rennen haben wir einiges in petto", erklärte Sebastian Vettel beim Fullgas-Day von Heinz Kinigadner am vergangenen Wochenende im Zillertal. Konnte das starke Auto von Red Bull in Australien und Malaysia noch die Probleme mit dem KERS-System kaschieren, so wurde Vettel in China dadurch um seine Siegchancen gebracht.

Für das Rennen in der Türkei rechnet man bei Red Bull mit einer deutlichen Verbesserung: "Sprich, dass das System das ganze Wochenende hält", beschreibt Vettel seine Erwartungen. In Übersee sei es sehr schwer, auf Probleme zu reagieren, man habe aber einen sehr guten Job gemacht, meint der Weltmeister weiter. Dass KERS enorm wichtig ist, davon ist der Deutsche überzeugt: "Man holt damit zwischen drei und fünf Zehntelsekunden pro Runde heraus", sagt Vettel über die Wirkung eines funktionierenden Systems.

Personalrochaden bei Williams
Bei Williams reagiert man mit Personalwechseln auf die aktuellen Probleme, das Team konnte in dieser Saison noch keinen einzigen WM-Punkt erobern. Technik-Direktor Sam Michael und Chef-Aerodynamiker Jon Tomlinson werden das Team mit Jahresende verlassen. Stattdesssen wird Mike Coughlan als Chefingenieur übernehmen. Coughlan ist kein Unbekannter, wurde er doch 2007 aufgrund der Spionageaffäre um Ferrari-Daten als McLaren-Mitarbeiter für zwei Jahre aus der Formel 1 verbannt.

Auch Team-Mitgründer Patrick Head wird sich noch 2011 zurückziehen, bestätigte Williams-Geschäftsführer Adam Parr. Der Österreicher Christian Wolff, der mehr als 15 Prozent der Williams-Anteile hält, betonte gegenüber der APA, dass sich an seiner Rolle nichts ändern werde.

(apa/red)