Vespa-Hersteller entdeckt die vier Räder: Piaggio will ein Kleinstauto für Indien bauen

Motorrad-Bauer geht unter die Kleinstwagenhersteller Gefährt ist speziell für den indischen Markt konzipiert

Zuerst begnügte sich Piaggio auf die Herstellung von zweirädrigen Gefährten und war mit der Vespa und anderen Zweirädern äußerst erfolgreich. Danach kamen auch Dreirädrige Kleintransporter auf den Markt und revolutionierten damit das kleine Gewerbe in Italien. Die Dreiräder sind vom italienischen Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Der nächste logische Schritt ist die Entwicklung eines Autos.

Der italienische Motorradhersteller feierte auf der Motorradmesse EICMA in Mailand die Premiere seines neuen Kleinstautos NT3. Allerdings ist das Gefährt nicht für den europäischen Markt bestimmt, sondern vielmehr für die Mobilität in Indien und Asien gedacht.

Gänzlich neu sind die Erfahrungen mit vierrädrigen Vehikeln für den Vespa-Bauer natürlich nicht, denn er hat bereits einige Kleintransporter auf den Markt gebracht. Der Italo-Mini soll vor allem dem Tata Nano Konkurrenz am Heimmarkt machen.

Motorisch sind eine 200 ccm und eine 300 ccm Version geplant und sollen gerade mal drei Liter verbrauchen. Auch eine Hybridversion ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Eine Fahrgastzelle aus einem eigenen Stahlrohrrahmen sorgt für die nötige Sicherheit und soll auch europäischen Crashtestnormen standhalten.

Mit einer Länge von 2,40 Meter und einer Breite von 1,50 Meter finden gerade mal drei Personen Platz. Der Fahrer darf mittig sitzen und beide Co-Piloten jeweils an der Seite. Ansonsten geht es im Piaggio eher spartanisch zu - im Vergleich zum Tata Nano ist der NT3 jedoch wieder luxuriös und futuristisch. Eine Cabrio-Version soll laut Hersteller auch noch in Planung sein.

(red)