Verzweiflungstat nach Streit mit Freundin: 52-Jähriger Pole stach sich selbst in Brust

Wien: Zunächst Lebensgefährtin der Tat verdächtigt Mann schwer verletzt, aber nicht in Lebensgefahr

Was zunächst nach einer gefährlichen Attacke ausgesehen hatte, entpuppte sich als Selbstmordversuch: Ein 52-jähriger Pole hatte sich nach einem alkoholschwangeren Streit mit seiner 59-jährigen Lebensgefährtin in Wien-Rudolfsheim ein Messer in die Brust gestochen und sich dabei schwer verletzt. Die Frau, die zunächst als Täterin im Raum stand, wurde von ihm bei der Einvernahme im Krankenhaus entlastet.

Die beiden hatten sich in seiner Wohnung in der Denglergasse 7 getroffen, um sich auszusprechen. Dabei wurde auch einiges an Alkohol konsumiert, wie Oberstleutnant Georg Rabensteiner vom Kriminalkommissariat West der APA schilderte. Wie eine Einvernahme des arbeitslosen Mannes, der schwer verletzt im Wiener AKH lag, ergab, wollte sich die Frau von ihm trennen, worauf er - einigermaßen angetrunken - in Depressionen verfallen sei. Die Situation eskalierte schließlich und er stach sich selbst mit einem Küchenmesser zwei Mal in die Brust.

Ein Stich blieb an der Oberfläche, bei einem zweiten Hieb stieß der Mann sich in die Lunge. Zwar verletzte er sich schwer, Lebensgefahr bestand aber nicht.

Die Lebensgefährtin lief nach dem Zwischenfall in Panik zu einer Nachbarin, wobei sie das blutige Messer in der Hand hielt. Auf Grund der Umstände galt sie daher zunächst als verdächtig. Nach den Aussagen des Verletzten galt sie jedoch als entlastet.

(apa/red)