Verunreinigter Hofer-Biohirse: Streit um Herkunft des Nahrungsmittels entbrannt

Perlinger: Hirse soll aus dem Burgenland stammen Beschuldigter Unternehmer weist Vorwürfe zurück

Die von der Supermarkt-Kette Hofer wegen Verunreinigung mit Stechapfelsamen zurückgerufene "Bio Goldhirse geschält, 1.000 Gramm" der Firma Bioking Perlinger GmbH stammt angeblich aus dem Burgenland. Das berichtete "Bio-Pionier" und Firmengründer Engelbert Perlinger. Der beschuldigte Unternehmer wies die Vorwürfe zurück.

Ein Lieferant des Unternehmens, das in keinem Zusammenhang mit der EP Naturprodukte GmbH steht, die Bioprodukte unter der Marke "Perlinger Bio" vertreibt, habe seine Biohirse aus einem Außenlager bei einer burgenländischen Firma bezogen, teilte Engelbert Perlinger mit. In diesem Lager sollen sich laut Perlinger immer noch hunderte Tonnen stark mit Stechapfelsamen verunreinigte Biohirse befinden. Diese stamme aus der Ernte des vergangenen Jahres.

Die Vorwürfe, wonach er für die etwaige Lieferung von verunreinigter Hirse mit Stechapfelsamen an die Firma Bioking Perlinger GmbH verantwortlich sei, hat der von Engelbert Perlinger beschuldigte burgenländische Unternehmer zurückgewiesen. "Es werden bei mir von Bauern Produkte gelagert. Meine Firma ist lediglich dazu verpflichtet, die Ware einwandfrei zu halten." Im Vertrieb gehen dann die landwirtschaftlichen Produkte an ausgewählte Kunden.

Der Lebensmitteldiskonter Hofer hatte das Produkt "Bio Goldhirse, 1.000 Gramm" der Firma Bioking Perlinger GmbH zurückgerufen. Auslöser war eine verunreinigte Packung der Biohirse, in der 17 Stechapfelsamen entdeckt worden waren. Schon rund 15 Samen können nach Experten-Aussagen für Erwachsene tödlich sein, für Kleinkinder reiche bereits eine geringere Menge. (apa)