Vertrag unterzeichnet: "Elite-Uni" in Gugging von Regierung auf Schiene gebracht

Gehrer: "In oberster Forschungsliga mitspielen" PLUS: Opposition übt weiter Kritik an Standortwahl

Mit dem "Institute of Science and Technology Austria" werde Österreich in der obersten Forschungsliga mitspielen. Das erklärte Bildungsministerin Gehrer bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Schüssel und NÖ LH Pröll anlässlich der 15a-Vertragsunterzeichnung zwischen Bund und Land für die Elite-Uni in Maria Gugging in Klosterneuburg.

Gehrer strich die Unterstützung aller wissenschaftlichen Einrichtungen in Österreich, darunter die österreichische Rektorenkonferenz, für das Exzellenz-Institut hervor. Die Ministerin zeigte sich überzeugt, dass es gelingen werde, österreichische, im Ausland tätige Forscher zurückzuholen und internationale Forscher für den Standort zu gewinnen. Auch für den geistigen Vater der Elite- Uni, Anton Zeilinger, der sich von dem Projekt distanziert hatte, stehe die Tür offen, meinte Gehrer.

In den nächsten zehn Jahren würden 570 Mio. Euro in die Einrichtung investiert. Die Politik habe die Rahmenbedingungen geschaffen, dem Institut werde größtmögliche Unabhängigkeit garantiert. Auch die Festlegung der Fachgebiete bleibe den Wissenschaftlern überlassen, nach Definition der Forschungsfelder würden die "besten Köpfe" gesucht.

Schüssel meinte, das Vorhaben passe perfekt zu einem europäischen Institute of Technology als Netzwerk der wissenschaftlichen Spitzeneinrichtungen, bei dem Österreich von Anfang an dabei sein müsse. Mit den ehemaligen Präsidenten des Weizmann Istituts, der EHT Zürich und der Max-Plank-Gesellschaft, Haim Harari, Olaf Kübler und Hubert Markl, seien drei weltweit anerkannte Wissenschaftler für die Entwicklungsphase gewonnen worden.

An der Standortwahl hatte es heftige Kritik durch die Opposition und österreichischen Wissenschaftlern gegeben.

(apa)