Verstümmelte Genitalien, ausgestochene Augen: Mann zu einem Jahr Haft verurteilt

Junger Australier rechtfertigte sich mit Drogensucht

Ein australischer Geschäftsmann muss wegen Tierquälerei für mindestens ein Jahr ins Gefängnis. Ein Gericht in Sydney sah es am Montag als erwiesen an, dass der 37-Jährige mindestens 17 Kaninchen und ein Meerschweinchen verstümmelte. Die toten oder schwer verletzten Tiere wurden im vergangenen Jahr in oder nahe seinem Büro im Finanzviertel von Sydney gefunden. Viele von ihnen hatten gebrochene Schädel, Wunden an den Genitalien und ausgestochene Augen.

Die Verteidigung hatte darauf plädiert, dass der Angeklagte wegen seiner achtmonatigen Drogenabhängigkeit unzurechnungsfähig gewesen sei. Ihr Mandant habe geglaubt, "ein Werkzeug für das Universum" zu sein und dass es seine Aufgabe sei, die Tiere zu "befreien". Das Gericht ließ das jedoch nicht als Entschuldigung gelten. "Niemand sollte solche schweren Grausamkeiten gegen Tiere begehen dürfen und dann sagen 'Na ja, ich war gerade auf Crystal, ich rauche die meiste Zeit meines Lebens Cannabis und es tut mir leid'", sagte Richter Ian Barnett. Bis zum Prozessbeginn war der Angeklagte unter der Auflage frei, sich keinem Zoogeschäft oder Bauernhof zu nähern. Ihn erwartet nun eine Haftstrafe von maximal 16 Monaten, von denen jedoch vier zur Bewährung ausgesetzt werden können.
(apa)