Österreich von

Verkehrslärm beeinträchtigt
jeden vierten Österreicher

Straßenlärm nervt noch mehr als laute Nachbarn

Lärm © Bild: Thinkstock

Jeder vierte Österreicher fühlt sich von Verkehrslärm beeinträchtigt. Die größten Ruhestörer sind Autos, Lkw sowie Motorräder und Mopeds. Das zeigt eine Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) unter Berufung auf Daten der Statistik Austria, so der Club in einer Aussendung am Dienstag anlässlich des morgigen internationalen Tages gegen Lärm.

Demnach fühlen sich hierzulande rund 1,75 Millionen Menschen über 15 Jahre durch Verkehrslärm in ihrem Wohnumfeld beeinträchtigt. An zweiter Stelle liegen zu laute Nachbarn, die für 469.500 ein Ärgernis sind. Fast 230.000 Personen werden von Baustellenlärm belästigt, fast 100.000 stört der Lärm von benachbarten Lokalen. In Summe fühlen sich rund 2,8 Millionen Menschen in ihrem Wohnbereich durch Lärm beeinträchtigt.

"Dauerhafte Lärmbelastung macht krank"

"Verkehrslärm ist ein großes Gesundheitsproblem. Dauerhafte Lärmbelastung macht krank", sagte VCÖ-Expertin Bettina Urbanek. Das Herzinfarktrisiko ist entlang von stark befahrenen Straßen deutlich höher als in ruhigen Gebieten. Auch das Schlaganfallrisiko steigt. Schlafstörungen, Bluthochdruck und mangelnde Konzentrationsfähigkeit seien weitere Folgen. Eine dauerhafte Lärmbelastung von 65 Dezibel und mehr gelte als gesundheitsschädlich. Laut VCÖ weisen viele stark befahrene Straßen eine Belastung von über 75 Dezibel auf.

Laut dem Club werden rund 1,37 Millionen Menschen in ihrem Wohnbereich durch den Lärm von Autos, Laster, Bussen, Motorrädern und Mopeds beeinträchtigt. "Der nun wieder zunehmende Lkw-Verkehr erhöht auch die Lärmbelastung. Je schneller Lkw fahren und je mehr Lkw unterwegs sind, umso größer die Belastung für die Anrainer", so Urbanek. Zwar gibt es in Österreich seit dem Jahr 1996 ein Nachtfahrverbot für Lkw, doch sind Fahrzeuge, die als "lärmarm" gelten, ausgenommen. Und mittlerweile fallen laut dem VCÖ fast alle Lastwagen in diese Kategorie.

Auch Flugzeuge und Eisenbahnen stören

Hinter dem Kfz-Verkehr liegt jener von Flugzeugen, fast 168.000 Österreicher leiden darunter. Die Eisenbahn stört 146.500 Menschen, der städtische öffentliche Verkehr 61.500.

Abhilfe würden niedrigere Tempolimits verschaffen, so der VCÖ. Durch 30 statt 50 km/h kann die Lärmbelastung um fünf Dezibel gesenkt werden: Schon eine Verringerung um drei Dezibel wird als Halbierung des Verkehrs wahrgenommen. Dasselbe gilt für Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen, sowie Tempo 100 statt 130. "Die Zeitverzögerung durch niedrigere Tempolimits ist in Summe gering, für die Anrainer ist es aber ein großer Gewinn an Gesundheit und Lebensqualität", so Urbanek.

Kommentare

winchesta

also mich nerven am meisten die essgeräusche meiner kollegin (apfel, knäckebrot, radieschen,....)

ausserdem schwachsinn von vcö, wer sich an einer stark befahrenen strasse ansiedelt muss sich doch im vorhinein klar sein worauf er sich einlässt. net nachher raunzen, vorher schauen. weiters würde ich gerne auf den strassen, wofür ich als kfzlenker zur erhaltung steuern zahle gerne 50 kmh fahren, aber dank sepperln wie euch und den radfahrern ist dies leider nicht möglich.also wieder eine sache zum denken. und wieder """maul halten"""

also dieser schwachsinnige vcö sollte sich lieber gedanken machen um seinen iq der mitarbeiter. solange fahrzeuge mit sportauspuff eine strassenzulassung bekommen und halb leere flugzeuge herumfliegen muss diese deppeninstitution das maul halten. jedes moped mit einem sportauspuff macht den dreifachen lärm wie ein korrekt betriebenes kfz, jedes zweite flugzeug fliegt halb leer in der geschichte herum und besonders unsere lustige aua (welche permanent bewohntes gebiet überfliegt) bekommt nur fallweise das ding voll. genau das sollte verboten werden und dann schau ma mal weiter. diese sepperln sollten mal pendeln müssen und dann möchte ich diese luschen bei einem 30er in der city sehen wenn "es" zu spät ist. wer finanziert diesen deppenverein eigentlich??? wahrscheinlich ebenfalls steuergeldempfänger die keiner braucht!!! abschaffen dieses gesindel und aus!!!!!!

Schon wieder der Blödsinn vom VCÖ. Bei 50 km/h rolle ich im 6. Gang mit 950 U/Min. Bei 30 km/h ist es für den 4. schon zu langsaem, daher 1200 U/Min im 3. Gang.

Das ist lauter und es dauert auch 67% länger zum Vorbeifahren.

Kämpft lieber gegen den EU-Wahnsinn Lärmterror für Elektroautos vorzuschreiben!

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