Verheerender Anschlag in Afghanistan:
Terrorakt fordert Opfer unter Zivilisten

Bombenanschlag offenbar gegen Truppen gerichtet Taliban bekennen sich zu dem Selbstmordanschlag

Verheerender Anschlag in Afghanistan:
Terrorakt fordert Opfer unter Zivilisten © Bild: Reuters/Solic

Beim schwersten Anschlag in Kabul seit mehr als einem Jahr sind in der afghanischen Hauptstadt 18 Menschen, darunter sechs NATO-Soldaten, ums Leben gekommen. 47 Zivilisten seien bei der heftigen Explosion verletzt worden, teilte das afghanische Innenministerium mit. Die Taliban bekannten sich zu dem Selbstmordanschlag, der sich gegen die "Invasoren der NATO" gerichtet habe.

Das Attentat ereignete sich während des morgendlichen Berufsverkehrs im Westen der Hauptstadt, in der Nähe eines Krankenhauses und einer Anwerbestelle der afghanischen Armee. Zwölf Zivilisten seien getötet und 47 weitere, darunter auch Kinder, verletzt worden, sagte Innenministeriumssprecher Semarai Bashari. Die meisten der zivilen Opfer waren in einem Bus unterwegs.

Sechs NATO-Soldaten unter Opfern
Auch sechs Soldaten der NATO-Truppe ISAF wurden getötet, wie das Bündnis mitteilte. Ein Attentäter hatte demnach sein Auto in der Nähe eines ISAF-Konvois in die Luft gesprengt. Mehrere Soldaten seien verletzt worden. Ein afghanischer Militärsprecher sagte, fünf der sechs getöteten Soldaten kämen aus den USA. Die Nationalität des sechsten Soldaten war zunächst unbekannt.

Nach Basharis Angaben wurden durch die Explosion fünf Fahrzeuge der NATO und etwa ein Dutzend Zivilfahrzeuge beschädigt. Der Anschlag ereignete sich auf der Darulaman-Straße, einer der Hauptverkehrsachsen der Hauptstadt. In dem betroffenen Stadtteil befinden sich unter anderem das afghanische Parlament, das Energieministerium, das Nationalmuseum, eine US-Universität und ein Krankenhaus unter westlicher Leitung.

Taliban stecken hinter Anschlag
Zu der Tat bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Taliban-Sprecher Sabihullah Mujahid sagte, der Täter stamme aus Kabul und habe 750 Kilogramm Sprengstoff zur Explosion gebracht. Der Anschlag habe dem Konvoi ausländischer Truppen gegolten..

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen verurteilte die Tat "auf das Schärfste". Die NATO sei weiter "entschlossen, ihre Mission zu erfüllen, die im Schutz der afghanischen Bevölkerung und in der Stärkung der Fähigkeit Afghanistans zur Verteidigung gegen den Terrorismus besteht", erklärte er in Brüssel.

In den vergangenen Monaten griffen Taliban-Kämpfer vermehrt die afghanische Hauptstadt an. Ende Februar starben bei einem Anschlag in Kabul 16 Menschen. Im Februar 2009 wurden bei einem Selbstmordanschlag und dem Beschuss auf drei Regierungsgebäude 26 Menschen getötet. Vergangenen Monat wurden neun Verdächtige festgenommen, denen zur Last gelegt wurden, sie hätten Selbstmordanschläge auf "strategische Ziele" in Kabul verüben wollen.

(apa/red)

Kommentare

waldgaenger melden

Selbstmord? Ein Selbstmörder setzt eine Handlung um selbst zu sterben, wenn aber ein Freiheitskämpfer eine Waffe bedient , bei der er selbst auch sterben muss, weil er keine bessere hat, um die Soldaten der Besatzungsmacht zu treffen , ist deshalb kein Selbstmörder, sondern einer der den Soldatentod stirbt. Er würde schon deshalb gerne weiterleben, weil er gerne weiter für die Freiheit der Heimat kämpfen , und die Rohstoffe des eigenen Landes für die eigenen Landsleute bewahren, und sie vor der Gier der Besatzungsmacht schützen möchte.

Wien_1190 melden

Re: Selbstmord? Sie sollten es lieber Ihrem Namen gleich machen und Waldspaziergänge (welche ich auch sehr schätze) bevorzugen, anstatt unnötigste Kommentare zu schreiben!

Selbstmord vom Wortlaut her ist ein "frühzeitiges selbstverschuldetes ableben"! UND somit war das sehrwohl Selbstmord! in Kombination mit Attentatsmotiven und solche Leute - gehören meiner Meinung nach - schon im Vorhinein ausgeschaltet! Klar man kann nie wissen wer sowas macht, nur es gibt Schulen für Terroristen - die leute wissen welche "Gesellschaften" terrorismus verbreiten usw!

Solche Sachen könnten umgangen werden! - durch härtere Strafen - dann muss man halt zum Schluss die Familie dieser Attentäter zur Rechenschaft ziehen oder sonstiges!

Sowas darf nicht passieren - und auf keinen Fall auf Kosten Unschuldiger!

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