Verheerenden Anschlag in Afghanistan:
Fünf Polizisten und ein Kind umgekommen

Alle Opfer in Kabul gehörten einer Familie an Mann mit Sprengstoff-Auto von Polizei getötet

Verheerenden Anschlag in Afghanistan:
Fünf Polizisten und ein Kind umgekommen © Bild: AP/Khan

Bei einem Bombenanschlag auf ein ziviles Fahrzeug sind in der ostafghanischen Provinz Chost fünf Polizisten und ein Kind getötet worden. Alle gehörten nach Behördenangaben einer Familie an und seien in dem Wagen unterwegs gewesen. Der Polizeichef der Provinz, Mohammad Ayoub Khan, sagte, die Sicherheitskräfte hätten ein ziviles Fahrzeug statt eines Polizeiautos gewählt, um nicht angegriffen zu werden. Warum sie dennoch attackiert wurden, sei unklar. Die Angreifer hatten einen Sprengsatz ferngezündet.

Unterdessen töteten afghanische Polizisten und Soldaten der Koalitionstruppen einen Mann, der sich mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto in der südlichen Provinz Kandahar ihrem Konvoi näherte, wie das Innenministerium mitteilte. Die Sicherheitskräfte hätten das Feuer auf den Mann eröffnet, wenig später sei sein Wagen explodiert. Bei dem Zwischenfall sei sonst niemand verletzt worden.

Die oftmals nur in Schnellkursen ausgebildeten Polizisten in Afghanistan werden immer wieder zum Ziel der radikalislamischen Taliban. Die Rebellen setzen in ihrem Kampf gegen die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul in den vergangenen Jahren verstärkt auf Sprengfallen und Selbstmordanschläge.

Seit Anfang 2007 sind in Afghanistan bei Kämpfen und Anschlägen mehr als 6500 Zivilisten und Militärangehörige ums Leben gekommen. Die Taliban, deren islamisch-fundamentalistisches Regime 2001 durch eine US-geführte Militärinvasion gestürzt worden war, haben zum "Heiligen Krieg" gegen die Fremden im Land und gegen die Kabuler Regierung des Präsidenten Hamid Karzai aufgerufen, die sich nur mit Unterstützung von Zehntausenden ausländischer Soldaten an der Macht halten kann. (apa/red)