Vergewaltigungsfall von

Weiter Aufregung um Fußfessel

Opfer versteht nicht, warum Hausarrest bewilligt wurde - Flyer warnen vor Kinderschänder

Vergewaltigungsfall - Weiter Aufregung um Fußfessel © Bild: dpa/Dedert

Weiter Aufregung um den Fall rund um eine Fußfessel für einen Vergewaltiger: Während das Opfer des ehemaligen Salzburger Hundetrainers gegenüber Medien die Ansicht vertrat, dass der Mann mit der Fußfessel belohnt werde, sprach die Frau des Verurteilten am Donnerstag von "einem Gefängnis zu Hause". Gegen sie und ihren Mann werde eine Hetze betrieben, sie würden bedroht und erhielten immer wieder anonyme Anrufe, auch in der Nacht.

Das Vergewaltigungsopfer erklärte in einem Interview mit der "Kronen Zeitung": "Es ist für mich nicht in Worte zufassen, er wird mit einer Fußfessel belohnt, und das als Mehrfachtäter. Dieser Mann muss keine Wiedergutmachung für seine Taten leisten." Auf die Frage, ob sie sich von der Justizministerin im Stich gelassen fühle, antwortete die 22-Jährige: "Sie (die Ministerin, Anm.) muss doch etwas tun können. Dieser Mann ist viel zu gefährlich, er ist eine tickende Zeitbombe. Aber auch mein Brief, die Fußfessel nicht zu genehmigen, blieb ja ohne Folgen."

Täter kann machen, was er will
Sie habe heute noch Alpträume, dieser Mann hätte ihr Leben zerstört, erklärte sie gegenüber der "Kronen Zeitung". "Ich musste sogar aus Salzburg wegziehen." Sie würde sich wünschen, dass er seine Zeit absitze. Gegenüber dem ORF sagte sie, die bewilligte Fußfessel sei eigentlich ein Signal für die Opfer, dass sie eine Vergewaltigung gar nicht anzeigen bräuchten, "weil dann der Täter sowieso eine milde Strafe bekommt. Die Justiz schenkt ihm alles, er kann machen, was er will."

Minuziöser Zeitplan
Die Frau des heute 51-Jährigen sieht das anders. "Das Tragen einer Fußfessel ist sehr wohl eine starke Bestrafung. Man wird auch daheim beobachtet, wird rund um die Uhr überwacht. Am Dienstag wird mein Mann die Fußfessel erhalten. Er ist gezwungen, den minuziösen Stundenplan genau einzuhalten. Es ist genau festgelegt, wann er Arbeiten geht, wann er Essen kaufen darf. Er darf nicht in den Garten und auch nicht mit unseren Hunden spazieren gehen und auch keine Alkohol trinken. Das ist wie im Gefängnis, mit dem einzigen Unterschied, dass er nicht in einem Bett in der Zelle sondern zu Hause schläft."

Warnung vor Kinderschänder
Auf Flugzetteln, die in der Wohngegend des Ehepaars in der Nacht auf Donnerstag in zahlreichen Briefkästen landeten, werden Anrainer dazu aufgerufen, auf ihre Kinder zu achten. "Wenn Sie nicht damit einverstanden sind, einen Kinderschänder in der Nähe Ihrer Kinder zu haben, unternehmen Sie etwas dagegen und setzen Sie sich mit dem Bürgermeister in Verbindung, berichten Sie diesem über Ihren Unmut und Ihre Ängste. Machen wir gemeinsam etwas zum Schutz unserer Kinder." Polizeisprecher Anton Schentz sagte, die Polizei habe von den Flugzetteln Kenntnis erlangt. "Der Inhalt ist kein Aufruf zur Gewalt, sondern geht in politische Richtung." Die Polizei sei dort jedoch verstärkt unterwegs.

Internetforum gesperrte
Für Aufregung sorgt der Fall auch im Internet. Die Plattform krone.at sah sich sogar gezwungen, das Forum für Postings zu deaktivieren. In Foren und in diversen Online-Ausgaben österreichischer Medien wird von Usern auch der vollständige Name des Verurteilten genannt beziehungsweise auf Webseiten, auf denen das der Fall ist, verlinkt. Medienanwältin Maria Windhager findet diesen Umstand bedenklich: "Eine mediale Anprangerung ist nicht zulässig", sagte sie im Gespräch mit der APA. Es handle sich dabei nämlich um eine Verletzung des Identitätsschutzes des Betroffenen, weil damit Resozialisierungsinteressen verunmöglicht werden. Der Verurteilte könne daher sowohl medienrechtlich (beispielsweise Entschädigungsanspruch) als auch zivilrechtlich (beispielsweise Unterlassungsanspruch) dagegen vorgehen.

Kommentare

Zum Speiben !!! Was ist das für eine Justiz, die sich hauptsächlich um das Wohl des Täters kümmert und die Ängste des Opfers total ignoriert ???!!!

Das Ganze ist zum S P E I B E N !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kein Wunder! Es ist völlig klar, daß unbescholtene Bürger nicht mit solchen Leuten in ein und derselben Gegend wohnen wollen. Wem das nicht klar ist: BM Karl (dieser Dame ist vieles nicht ganz klar!), dem Rcihter und einigen Weltverbesserern. Vielleicht auch seiner Frau. Nur darf man sich fragen, warum diese Dame noch bei einerm solchen Menschen wohnt? Hat sie nicht gecheckt um was es da ging? Hat sie keine Ehre?
Im Mittelalter gabs den Pranger. Heute gibts andere Möglichkeiten, um seiner Empörung Ausdruck uzu verleihen. Also bitte nciht über die Flyer verwundert sein!

freud0815 melden

der elsner hat geklaut aber geld ist nix gegen die tatsache dass diese fussfessel wie eine watsche für die zerstörte frau ist...

evtl werden vergewaltigungen legalisiert?

simm1111
simm1111 melden

Re: der elsner hat geklaut Schaut ganz so aus, jetzt prangern sie noch die an die gegen so was sind und wenn man schreibt das der zum mindesten in Knast soll ist man ja jetzt der böse, obwohl ganz was anderes mit dem gemacht gehört!!

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