Missbrauch am Praterstern von

Vergewaltigung am Wiener
Praterstern - Hohe Haftstrafen

Burschen nahmen Urteile an - Staatsanwältin gab keine Erklärung ab

Missbrauch am Praterstern - Vergewaltigung am Wiener
Praterstern - Hohe Haftstrafen © Bild: APA/ALEXANDER FECHTER

Mit sechs Jahren Haft für die beiden mittlerweile 18-jährigen und fünf Jahre für den 16-jährigen Angeklagten sind am Wiener Landesgericht die Urteile für die Vergewaltigung einer 21-Jährigen am Praterstern gefällt worden. Die afghanischen Burschen nahmen die Strafe mit unbewegten Mienen an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, weshalb die Urteile noch nicht rechtskräftig sind.

Die Burschen - zum Tatzeitpunkt 16 und 17 Jahre alt - waren im April 2016 laut Anklage mit äußerster Brutalität gegen die türkische Austauschstudentin vorgegangen. Sie überfielen die junge Frau auf der öffentlichen Toilette, schlugen ihren Kopf mehrfach gegen die WC-Muschel und würgten sie, bis zwei der Afghanen sie vergewaltigten, während sie der jüngste fixierte. Ein Gutachten entlastete den 16-Jährigen heute vom Vorwurf, auch er hätte sich an der Türkin vergangen.

»Ein reumütiges Geständnis ist nicht das, was die Angeklagten gemacht haben, da sie auf nähere Nachfrage ihre Handlungen immer wieder relativiert haben.«

Doch für die Strafbemessung machte dies laut Norbert Gerstberger, dem Vorsitzenden des Schöffensenats, keinen Unterschied. Auch der Jüngste galt durch seine unmittelbare Beteiligung als Haupt- und nicht nur als Beitragstäter. Seine niedrigere Strafe sei durch die ihm attestierte Entwicklungsverzögerung zustande gekommen. Mildernd wurde den Angeklagten ihre bisherige Schuldlosigkeit angerechnet. "Ein reumütiges Geständnis ist nicht das, was die Angeklagten gemacht haben, da sie auf nähere Nachfrage ihre Handlungen immer wieder relativiert haben." Das Lippenbekenntnis "Ich bin schuldig" am ersten Verhandlungstag im Dezember des Vorjahres sei lediglich ein Tatsachengeständnis.

»Ich sehe ein, dass ihnen in Oberösterreich fad ist, aber das rechtfertigt nicht, dass sie in Wien herumlungern und Frauen auflauern.«

Auch die ungünstigen Familienverhältnisse und die Flucht ohne erwachsene Begleitung über die Balkanroute nach Österreich sei mildernd gewertet worden. "Damit hat es sich aber schon", sagte Gerstberger. Erschwerend war die mehrfache Tatbegehung, das äußerst brutale Vorgehen, der Umstand, dass drei Täter einem Opfer gegenüber standen, das noch dazu auf dem WC in einem besonders wehrlosen Zustand war. Aufgrund der Schwere der Tat sei man im oberen Bereich der möglichen siebeneinhalb Jahre Haft für Jugendliche geblieben. "Ob sie nach der Haft ein Aufenthaltsrecht bekommen, kann ich mir nicht vorstellen." Ihre Abschiebung sei aber eine offene Frage, die nicht vom Gericht zu klären sei. "Man hat ihnen einen Platz und Versorgung gegeben. Ich sehe ein, dass ihnen in Oberösterreich fad ist, aber das rechtfertigt nicht, dass sie in Wien herumlungern und Frauen auflauern", meinte Gerstberger in der Urteilsbegründung.

Opfer wurden 24.310 Euro Schmerzengeld zuerkannt

Dem Opfer wurden 24.310 Euro Schmerzengeld zuerkannt. Die Privatbeteiligtenvertreterin hatte zuvor noch einmal unterstrichen, dass es ihrer Mandantin, die mittlerweile in ihre Heimat zurückgekehrt ist, noch immer nicht gut geht. Sie leide darunter, dass sich die Täter nicht reumütig und aufrichtig entschuldigt hätten. Zudem habe sie nur eine einzige Vertrauensperson, die noch dazu in Österreich lebt, mit der sie sich über WhatsApp austauschen könne. In der Türkei hingegen sei es eine "Schande", darüber zu sprechen.

Die Verteidiger hatten in ihren Plädoyers teilweise auf die Herkunft der Burschen hingewiesen. Frauen würden "dort einen anderen Stellenwert haben". Dies sei keine Entschuldigung oder Rechtfertigung, aber es könne "bei der Ausführung der Tat eine Rolle gespielt haben". Der Vertreter des jüngsten Angeklagten, der in U-Haft des öfteren Probleme mit weiblichen Justizwachebeamten hatte, wofür es laut Staatsanwältin bereits einen Strafantrag gibt, stellte die Frage in den Raum, ob sein Mandant aufgrund seiner Herkunft und anderen Sozialisierung überhaupt in der Lage sei, unsere Rechtsansichten zu verstehen. Deshalb habe dieser in der ersten Verhandlung gemeint, er "habe kein Gesetz gebrochen".

Kommentare

Den Richtern ist hier kein Vorwurf zu machen. Sie liegen im obersten Drittel des möglichen Strafrahmens. Überlegenswert ist allerdings der Strafrahmen. Vermögensdelikte wie Diebstahl, Betrug etc. werden mit bis zu 10 Jahren bestraft, wenn der Schaden € 50.000 übersteigt, wieso ein zerstörtes Leben durch Vergewaltigung weniger als diese 50.000 wert sein soll, entzieht sich meinem Verständnis.....

rogerine

Ich plädiere für "Rübe ab" dann merken sie sich das ein Leben lang.
Bei diesen Strafen haben sie das dann gleich vergessen. Und man überlegt noch ob sie Asylrecht bekommen......???? Da sind wieder einmal Gutmenschen am Werk, bei solchen Leuten kann man nur gleiches mit gleichem vergelten, etwas anderes verstehen die nicht!

das sollen angemessene Strafen für diese Strolche sein? Unsere Richter und Gerichte machen sich lächerlich und solche Scherz-Urteile laden gerade zu andere ein, denn nach der Hälfte - wenn überhaupt, sind diese Typen wieder heraussen. Es ist skandalös! Eine Schande für die Österreichische Gesetzgebung und Justiz! Das Leben der Frau ist zerstört!

Rigi999 melden

So etwas nennt man hohe Strafen?? Lächerlich! Denkt jemand dabei auch an das Opfer??? Weg mit solchen Kreaturen und raus aus unserem Land!! Was sind das für Gesetze - Ein Skandal!!

Nudlsupp melden

Einerseits ist die Strafzumessung zu niedrig, andererseits wollen Sie aber, dass diese Täter ihre Strafe gar nicht absitzen sondern wieder ziehen lassen? Was denn nun?

Nun bleibt nur noch die Streichung der üppigen Sozialhilfegelder und die zügige Abschiebung!

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