Verdächtiges Fahrzeug entdeckt: Polizei von New York schlägt erneut Bomben-Alarm

Harmloser Rasenmäherbenzin sorgt für Aufregung Times-Square-Bombe: Polizei verhaftet "Financiers"

Verdächtiges Fahrzeug entdeckt: Polizei von New York schlägt erneut Bomben-Alarm © Bild: AP/Dwyer

Knapp zwei Wochen nach dem gescheiterten Anschlag auf den New Yorker Times Square hat in der Millionenstadt erneut ein verdächtiges Fahrzeug für Aufregung gesorgt. In dem in der Nähe des zentral gelegenen Union Square geparkten Wagens waren unterschiedlichen Angaben zufolge zwei verdächtige Benzinkanister oder Gasbehälter entdeckt worden. Die Polizei räumte daraufhin mindestens ein Gebäude und sperrte mehrere Häuserblocks und Straßen ab.

Mittlerweile hat die Polizei allerdings Entwarnung gegeben: Bei der Durchsuchung des Autos sei kein Sprengsatz gefunden worden, teilte Polizeisprecher Paul Browne am Freitagmorgen mit. Wie der Nachrichtensender CNN berichtete, hatten Anrainer auf der Rückbank eines vor ihrem Gebäude geparkten Autos zwei Benzinkanister entdeckt und die Polizei alarmiert. Die Behörden setzten einen Roboter ein, um den Wagen zu untersuchen. Wenig später wurde auch der Fahrzeugbesitzer identifiziert. Er hatte das Benzin für den Betrieb eines Rasenmähers gekauft.

Polizei verhaftet drei Handlanger
Kurz zuvor waren bei Razzien im Nordosten der USA drei Menschen festgenommen worden. Sie seien wegen Verstößen gegen das Einwanderungsgesetz in Gewahrsam genommen worden, sagte US-Justizminister Eric Holder. Es gebe zudem Hinweise darauf, dass sie dem Hauptverdächtigen in dem Fall um den geplanten Anschlag vom 1. Mai, Faisal Shazad, Geld gegeben hätten.

Ein Sprecher des Justizministeriums betonte, den Festgenommenen werde kein terroristisches Motiv vorgeworfen. Dennoch sprach Minister Holder von einem "bedeutenden Schritt" bei den Ermittlungen zu dem Anschlagsversuch vom 1. Mai auf dem New Yorker Times Square. Es gebe "zumindest Anlass" zu glauben, dass die Festgenommenen Shazad mit Geld versorgt hätten. "Also versuchen wir herauszufinden, was für Transaktionen das genau waren und welches Ziel sie hatten", fügte Holder hinzu.

Shazad war nach bisherigen Erkenntnissen arbeitslos und pleite, sein Haus in Connecticut wurde zwangsversteigert. Er hatte aber eine Wohnung und ein Auto. Zudem zahlte er 1.300 Dollar (rund 990 Euro) für den Geländewagen, den er mit Propangasbehältern, Benzinkanistern und Feuerwerkskörpern am Times Square abstellte. Der Sprengsatz war rechtzeitig entdeckt und entschärft worden.

Stecken die Taliban dahinter?
Ein in Pakistan festgenommener Verdächtiger bezeichnete sich laut einem US-Zeitungsbericht als einen Komplizen Shazads, der ebenfalls aus Pakistan stammt, aber einen US-Pass hat. Wie die "Washington Times" unter Berufung auf US-Vertreter berichtete, lieferte der Mann Beweise für Verbindungen zwischen dem Anschlagsversuch und den pakistanischen Taliban. Auch Justizminister Holder sagte, es gebe Beweise dafür, dass die Taliban hinter dem vereitelten Attentat steckten.

Shazad war Anfang vergangener Woche in einem startbereiten Flugzeug in New York von FBI-Beamten festgenommen worden. Er wollte nach Justizangaben nach Dubai fliegen.

(apa/red)

Kommentare

Daran erkennt man wohin der Medienterror führt Durch die inszenierten Anschläge ist der Angstpegel bei der Bevölkerung schon dermaßen hoch, dass er jegliche Vernunft und das Fassen klarer Gedanken eliminiert.

PFUI!

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