Verdacht auf Chemie-Kampfstoff: Kanadas Botschaft in Paris nach ABC-Alarm abgesperrt

Angestellter erlitt Schwächeanfall - Alarm aufgehoben Gebäude nach verdächtiger Post wieder freigegeben

Blinder ABC-Alarm hat die kanadische Botschaft in Paris für anderthalb Stunden lahm gelegt. Das Gebäude im achten Bezirk der französischen Hauptstadt wurde evakuiert, weil eine Botschaftsangestellte einen Schwächeanfall erlitten hatten. Kurz zuvor war in der Botschaft eine verdächtige Postsendung eingegangen. Offenbar gab es jedoch keinen Zusammenhang zu dem Schwächeanfall.

ABC-Alarm wird ausgelöst, wenn Verdacht auf den Einsatz atomarer, biologischer oder chemischer Kampfstoffe besteht. "Die vor Ort ausgeführten Analysen haben sich als negativ erwiesen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Am späten Vormittag wurde der Alarm aufgehoben, die Beschäftigten konnten an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

"Der Brief enthielt ein mit einer bisher noch nicht identifizierten Flüssigkeit durchtränktes Stück Stoff", hieß es weiter. Die Angestellte habe sich unwohl gefühlt und aus der Nase geblutet. ABC-Alarm wird ausgelöst, wenn Verdacht auf den Einsatz atomarer, biologischer oder chemischer Kampfstoffe besteht. (APA/red)