Verbrannte Frauenleiche im Burgenland:
Keinerlei Hinweise - "Warum auch immer"

Ermittlungen dauern an, Polizei tappt im Dunkeln Zusammenhang mit ähnlichen Fällen zu hinterfragen

Verbrannte Frauenleiche im Burgenland:
Keinerlei Hinweise - "Warum auch immer" © Bild: APA/Neubauer

"Warum auch immer, aber wir haben bis jetzt keine Hinweise. Es ist immer noch alles offen - so offen wie noch nie zuvor." Das sagte Oberstleutnant Norbert Janitsch vom Landeskriminalamt Burgenland über den Ermittlungsstand im Falle einer verbrannten Frauenleiche, die am Dienstagabend bei Nickelsdorf gefunden worden war.

Sowohl ein Beziehungsverbrechen als auch ein Serientäter könnten laut Janitsch "zur Stunde nicht ausgeschlossen werden". "Derzeit können wir immer noch keine Gewichtung legen, wo wir ansetzen sollen." Aus Erfahrung schätze der Oberstleutnant, dass es etwa einen Monat dauern werde, bis alles ausgearbeitet sei. Durch die grenzüberschreitende Kooperation könne sich die Dauer um ein weiteres Monat verlängern, denn "wir müssen in sämtlichen Ländern ermitteln, ob dort eine Frau, auf die die Beschreibung passt, abgängig ist", erläuterte Janitsch.

Polizei hofft auf Bevölkerung
Trotz der bisher mangelnden Hinweise, ruht die Hoffnung immer noch auf der Unterstützung aus der Bevölkerung: "Jemand muss den Täter gesehen haben, als er zum Ort (wo die Leiche abgelegt und angezündet wurde, Anm.) fuhr und diesen wieder verlassen hat", betonte Janitsch. Zweckdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 059133/10 3333 entgegengenommen.

Ein Anhaltspunkt könnte der Zeitpunkt der Rauchentwicklung sein. Dadurch ließe sich feststellen, wann genau die Frau mit dem Brandbeschleuniger übergossen und anschließend angezündet wurde. Die Vermutung, dass es sich bei der Toten um eine Prostituierte handeln könnte, habe sich bis jetzt nicht bestätigt. "Sie passt nicht in ein idealtypisches Bild einer Prostituierten. Deshalb ist ein Zusammenhang mit ähnlich scheinenden Fällen zu hinterfragen", sagte Janitsch. (apa/red)