Venustransit von

Venus verdeckt Sonne

Schauspiel auch in Wien zu beobachten. Erst in 105 Jahren wird es wieder zu sehen sein.

  • Bild 1 von 12 © Bild: APA/Hochmuth

    Von der Aussichtsplattform des Flakturms im Esterhazypark in Wien konnte man wenige Minuten nach Sonnenaufgang um 4.55 Uhr Früh die Venus als kleinen schwarzen Punkt vor der Sonne vorbeiziehen sehen

  • Bild 2 von 12 © Bild: APA/EPA

    Auch in den Arabischen Emiraten war das Spektakel zu bewundern

Zehntausende Menschen haben heute Früh fasziniert ein Himmelsspektakel verfolgt, das erst in 105 Jahren wieder zu sehen sein wird. Mit Schutzbrillen ausgestattet verfolgten sie die Passage der Venus vor der Sonne. Der Planet war in zunächst in Amerika, Ostasien, Australien und Neuseeland als kleiner schwarzer Punkt vor der riesigen Sonnenscheibe zu sehen.

Wenige Minuten nach Sonnenaufgang um 4.55 Uhr Früh war das Schauspiel auch in Wien zu beobachten. Es herrschte fantastische Sicht. Die Venus befand sich genau zwischen Sonne und Erde und zeichnete sich deutlich als kleine, schwarze Scheibe im oberen Drittel der Sonne ab. Rund 1,5 Stunden, bis kurz vor 7.00 Uhr, konnte man sehen, wie unser Nachbarplanet über die Sonnenscheibe zog.

"Das letzte Mal in unser aller Leben"
"Das letzte Mal in unser aller Leben", sagte der Wiener Astronom und Volksbildner Hermann Mucke unter Hinweis darauf, dass der nächste Venusdurchgang erst wieder in 105 Jahren stattfinden wird. Auf der Aussichtsplattform des Flakturms im Esterhazypark in Wien-Mariahilf hatte Mucke gemeinsam mit Dutzenden Mitgliedern des Wiener Astronomischen Vereins und Interessierten den erhöhten Standort genutzt, um einen guten Blick auf die noch tiefstehende Sonne zu bekommen. Mit Teleskopen und Kameras, abgeschirmt mit Spezialfolie, sowie mit Sonnenfinsternisbrillen und unter Anleitung und Kommentaren beobachteten und dokumentierten sie das seltene Himmelsschauspiel.

Von Österreich aus waren nur die letzten 1,5 Stunden des Venusdurchgangs zu sehen. Den vollen Verlauf konnte man diesmal nur im westlichen Pazifik, in Ostasien, der östlichen Hälfte Australiens und in der gesamten Arktis beobachten.