Protestwelle von

Venezuela: 34 Tote bei Protesten

Polizei ging gewaltsam gegen Demonstranten vor - Tränengas und Wasserwerfer

Proteste in Venezuela © Bild: APA/EPA/Santi Donaire

Bei einer Großkundgebung gegen Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro ist die Polizei am Samstag (Ortszeit) gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. In der Hauptstadt Caracas protestierten etwa 20.000 Menschen zunächst friedlich, bis eine Gruppe von Jugendlichen eine Schnellstraße blockierte. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, die Protestierenden warfen Steine.

Nach amtlichen Angaben gab es mindestens acht Festnahmen. In Venezuela gibt es seit Anfang Februar eine Protestwelle gegen den Sozialisten Maduro, die in der westlichen Stadt San Cristobal begann und später Caracas erreichte. Seither wurden nach verschiedenen Angaben insgesamt bis zu 34 Menschen getötet. Der Protest von Studenten und konservativen Regierungsgegnern richtet sich gegen die grassierende Kriminalität, die verbreitete Korruption und die allgemeine Wirtschaftsmisere. Zudem wird die Freilassung von Oppositionsanhängern gefordert.

Vor wenigen Tagen wurde der zur Opposition zählende Bürgermeister der westlichen Stadt San Cristobal, Daniel Ceballos, wegen Anstachelung zu einem Aufstand festgenommen. Zudem wurde der Bürgermeister der nördlichen Stadt San Diego, Enzo Scarano, wegen Missachtung seiner Amtspflichten in Gewahrsam genommen. Oppositionsführer Leopoldo Lopez sitzt bereits seit Wochen in Untersuchungshaft.

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