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Vegane Aufstriche, Dips und Saucen

So ersetzen Sie beim Snacken und Frühstücken Butter, Käse, Cremen & Co.

Aufstriche © Bild: Thinkstock

Immer mehr Menschen probieren oder integrieren einen veganen Lifestyle. Manche ganz, manche teilweise und manche im Rahmen von Fastenkuren oder Diäten. Bei Aufstrichen, Dips und Saucen fällt der Umstieg auf vegane Ernährung vielen besonders schwer. Doch das muss nicht sein!

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Was kommt morgens aufs Brot, wenn Butter, Käse und Wurst ein No-Go sind? Worin dippe ich beim Grillfest mein Tofuwürstel, wenn cremige Saucen tabu sind? Und muss ich jetzt bei Pasta oder gebackenen Champignons auf einen herzhaften Dip verzichten, nur weil ich es mal vegan probieren möchte?

Gut mixen

Bei diesen Fragen helfen Eva und Julia Manhardt mit ihrem neuen Buch "Vegane Aufstriche, Dips und Soßen" weiter. Sie fabrizieren vegane Leckereien, bei denen man keine Milchprodukte vermisst. Ihr wichtigster Helfer dabei? Ein guter Pürierstab mit passendem, hohem Mixglas. Als Grundzutat fungiert bei vielen Rezepten Tofu. "Wichtig beim Kauf von Tofu: Greifen Sie zu Bio-Ware. Das schont die Umwelt, tut Ihrem Körper gut und bietet auch geschmacklich einige Vorteile. Kosten Sie sich durch das Angebot und wählen Sie den Tofu, der Ihnen am besten schmeckt oder – wenn Sie den Geschmack nicht so mögen – den wenigsten Eigengeschmack hat!", raten die Vegan-Expertinnen.

Bitte Bio!

Neulingen legen die beiden außerdem Margarine ans Herz, da sie einen vertrauten Geschmack bietet, wobei man auch hier besser in Reformhäusern und Bio-Läden zugreifen sollte. "Margarine ist kein Naturprodukt, denn aus Pflanzenöl lässt sich auf natürliche Weise kaum ein streichfähiges Fett herstellen. Dazu sind herkömmlicherweise chemische Verfahren notwendig, die zu einem hohen Anteil an gesundheitsbedenklichen trans-Fettsäuren in der Margarine führen. Nur bei Bio-Margarine darf kein derartiges Verfahren eingesetzt werden, hier wird das Öl auf physikalischem Weg bzw. durch Beimischung fester Fette, z. B. Palm- oder Kokosfett, verfestigt und streichfähig gemacht. Greifen Sie also unbedingt zu qualitativ hochwertiger Bio-Pflanzenmargarine mit ungehärteten Fetten!", appellieren die Manhardts.

Weitere Tipps, die den Umstieg erleichtern:

  • Es ist gut, eine kleine Auswahl an Senf (vor allem Dijonsenf und gewöhnlicher scharfer Senf), Sojasoße und ein paar Essigsorten auf Lager zu haben. Sie können Aufstriche & Co. leicht aufpeppen.
  • Wenn Sie nicht viel Zeit haben oder Gäste erwarten, bereiten Sie gleich mehrere Rezepte zu. Wählen Sie jene mit der gleichen Basis, z.B. einer veganen Mayonnaise (Tofunaise). Das spart Zeit!
  • Aufstriche und Saucen auf Tofubasis muss man unbedingt gut durchziehen lassen - mindestens 15 Minuten sollten Sie dafür einplanen, gerne auch mehr.
  • Frisches Gemüse, das sehr wasserhaltig ist, sollte so lange angebraten werden, bis das Wasser verdunstet ist, oder aber mit Salz bestreut und zehn Minuten lang entwässert werden. Drücken Sie das Gemüse danach gut aus. Sonst wird der Aufstrich zu wässrig, vor allem am nächsten oder übernächsten Tag.

Rezepte zum Ausprobieren:
Veganer Liptauer
Chili-Tofunaise
Sauce Tartare

Vegane Aufstriche
© Kneipp Verlag

Mehr zum Thema finden Sie in "Vegane Aufstriche, Dips und Soßen" von Eva und Julia Manhardt, erschienen im Kneipp Verlag um 12,99 €

Kommentare

Spannendes Buch! Werde mal beim Thalia stöbern gehen. :) Die Infrastruktur in Wien ist mittlerweile wirklich gut geworden, der Umstieg sollte also nicht zu schwer sein. In den meisten Supermärkten gibt es ein breites Angebot an veganen Lebensmitteln und auch in Bäckereien gibt es immer öfter vegane Snack (Couscoussalat beim Anker beispielsweise). Mit Einlesen und Motivation kein Problem!

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