Griechenland von

Varoufakis droht Anklage
wegen Hochverrats

Grexit-Plan des ehemaligen Finanzminister könnte Folgen haben

Yanis Varoufakis © Bild: LOUISA GOULIAMAKI/AFP/Getty Images

Der angebliche Geheimplan des ehemaligen griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis über einen Grexit - den Austritt Griechenlands aus dem Euro - könnte ein gerichtliches Nachspiel mit einer Anklage wegen Hochverrats haben. Die griechische Justiz hat das gesamte vorliegende Material zu dem Fall inzwischen dem Parlament überwiesen, berichteten griechische Medien am Donnerstag.

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Die Anklage könnte neben Hochverrat auch auf Bildung einer kriminellen Vereinigung lauten, spekulierten die Medien. Ob und wann es dazu kommen könnte, sei unklar, berichtete das Staatsfernsehen.

Zunächst müsse ein Vor-Untersuchungsausschuss entscheiden, ob es zur Bildung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses kommt. Falls dieser sich für das juristische Verfahren entscheidet, müsste anschließend in einer Abstimmung das Plenum des Parlamentes über die Aufhebung der Immunität von Varoufakis entscheiden. "Das Verfahren - wenn es überhaupt dazu kommt - könnte mehr als ein Jahr dauern", sagte Giorgos Stamatopoulos, ein mit diesem Verfahren vertrauter Rechtsanwalt am Donnerstag.

Varoufakis soll nach Angaben der Zeitung "Kathimerini" den Aufbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben. Dieses hätte beim Austritt aus der Eurozone (Grexit) in Kraft treten und die Grundlage für die Wiedereinführung der Drachme werden sollen.

Kommentare

Fortsetzung. Ich habe immer geglaubt, dass die in der Tafel beschriebenen Eigenschaften der verschiedenen Völker bzw. ihrer Vertreter die gesammelten Vorurteile wären. Jetzt sieht man, dass die Beschreibungen für die Griechen (und auch die Türken?) stimmen.

Fortsetzung:
Schaut bitte nach, was in der so genannten "steirischen Völkertafel" aus dem 18. Jahrhundert über die Griechen und Türken steht (Im Google zu finden):
Unter Sitten: Wie das Aprilwetter
Unter Natur und Eigenschaft: Ein Lügenteufel
Unter Wissenschaft: ein falscher Politicus
Ihr Lebensende: In Betrug

In Griechenland ist alles möglich: Der verrückte Tsipras enpfiehlt vor der Volksabstimmung ein "nein" und weil einige Minister dabei blieben und nicht wie er (gegen seine Überzeugung!) plötzlich auf "ja" umschwenken entlässt er sie. Die Lügenpolitik der Griechen hätte nicht zum EU -Beitritt führen dürfen!!

Oliver-Berg

Es gibt ja durchaus Zeitungs- oder Medienenten im Sommer. Das ist wohl einer der dümmsten diesen Sommer überhaupt. Bei ergebnisoffenen Verhandlungen hat jeder Politiker, ob sympathisch oder nicht auch ein Alternativszenario auszuarbeiten. Alternativ zum Euro kann es nur eine eigene griechische Währung geben.

In diversen (Online)Medien sind zuletzt recht offene Interviews (angeblich) mit ihm über die (angeblich) tatsächlichen Geschehnisse bei den Verhandlungen und somit (angeblich) mittelalterlichen Zustände im inneren Kreis der EU erschienen.

Keine Ahnung, wem man noch irgendwas glauben kann - aber eine Art und Weise um solche Interviews zu verhindern / ihn mundtot zu machen?

Roland Mösl

Es war seine Pflicht in den Verhandlungen einen Plan B zu haben, eben Grexit und neue Landeswährung.

Haben sie ein Bauernopfer gefunden. Sympathieträger war und ist er nicht also draufhauen und alles wird gut. Hoffentlich hat er auch gegen seine Gegner was in der Hand, dann wird es ein Gemetzel.

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