Vanhoenacker gelingt Ironman-Hattrick:
3. Titel in Folge, Wallenhorst ist Ironwoman

Belgier wird seiner Favoritenrolle voll & ganz gerecht Kärnter Ex-Radprofi Hempel erreicht dritten Platz

Vanhoenacker gelingt Ironman-Hattrick:
3. Titel in Folge, Wallenhorst ist Ironwoman © Bild: APA/Eggenberger

Mit den Siegen des Belgiers Marino Vanhoenacker in 8:06:11 Stunden und der Deutschen Sandra Wallenhorst in 8:47:26 ist der Ironman Austria Triathlon rund um den Wörthersee zu Ende gegangen. Vor 100.000 Zuschauern war vor allem der Damen-Bewerb lange Zeit sehr spannend, da Wallenhorst auf Weltrekordkurs lag.

Am Ende blieb sie zwar unter der Bestmarke der US-Amerikanerin Paula Newby-Fraser (1994/8:50:53), allerdings schnappte ihr beim parallel ausgetragenen Bewerb in Roth die in Vorarlberg lebende Niederländerin Yvonne van Vlerken mit 8:45:48 Stunden das ungeteilte Glanzlicht weg.

Hervorragender Dritter in Klagenfurt nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen hinter den Briten Stephen Bayliss (8:13:53) wurde der Kärntner Ex-Radprofi Hannes Hempel (8:16:56), der seine persönliche Bestzeit vom Debüt 2007 (8:37:37) um mehr als 20 Minuten verbesserte: "Das Schwimmen war nicht optimal, da ist es mir nicht wirklich gut gegangen. Beim Radfahren ging's super, da hat einfach alles gepasst", erzählte der 34-Jährige. Das Laufen danach sei "einfach brutal" gewesen. Der mit Magenprobleme kämpfende Hempel verschlug sich laut eigenen Angaben während des Bewerbs viermal ins Gebüsch.

"Ironman Austria, I love you"
Vanhoenacker bestätigte bei wechselnden Wetterbedingungen und teilweise Regen seine Favoritenrolle, für ihn war es der dritte Triumph in Kärnten en suite. "Ironman Austria, I love you", gab der 31-jährige Vater einer Tochter erfreut von sich. "Heute hat alles gepasst. Ich fühle mich in der Form meines Lebens. Mit dem dritten Sieg auf dieser wunderschönen Strecke ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen."

Zweitbester Österreicher wurde Werner Leitner als Vierter. Norbert Langbrandtner stürzte im Radbewerb und zog sich eine Hüftprellung zu.

In der Damen-Konkurrenz setzte sich Wallenhorst vor der Britin Bella Comerford (8:51:17) und Edith Niederfriniger (ITA/8:59:45) durch, beste Österreicherin war Maria Penker als Sechste in 9:18:49. Wallenhorsts Zeit war die zweitschnellste der Geschichte. Die 29-jährige Van Vlerken jubelte am Sonntag in Roth über die Weltrekordmarke, sie war fünf Minuten schneller als die bisherige Rekordhalterin Newby-Fraser: "Es war verdammt hart bei dem Wetter. Ich bin total kaputt. Wenn es trocken geblieben wäre, wäre auch eine Zeit von 8:40 Stunden möglich gewesen", sagte sie im Ziel.
(apa/red)