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Van der Bellen: "Lade
Sie alle ein in die Hofburg"

Grüner Unabhängiger wittert Außenseiterchance

Vor Unterstützern und grüner Prominenz hat Alexander Van der Bellen am Montagabend in Wien seinen offiziellen Auftakt zum Bundespräsidentschaftswahlkampf begangen. "Yes we can", sagte er dabei zu seiner - wie er meinte - Außenseiterchance, die Wahl zu gewinnen. Die Anwesenden rief er zur Verbreitung der Nachricht "Der ist eh ok" auf. Sollte es klappen, "dann lade ich Sie alle ein in die Hofburg".

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Er halte sich für ein Kind der Aufklärung, so der Volkswirtschafter und frühere Grünen-Chef in seiner Rede im Tech Gate auf der Donauplatte. Die Vision der Französischen Revolution von 1789 - Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, erweitert um die Schwesterlichkeit - markiere noch immer die zentralen Herausforderungen für die Politik.

Präsidentschaftskandidat Van der Bellen während des Walkapfauftakts
© APA/HERBERT PFARRHOFER

Van der Bellens Heimat-Begriff

Einmal mehr ging er auf den Heimat-Begriff in seinem Wahlkampf ein. Tirol, Wien, Österreich habe ihm eine solche geschenkt. Nicht nur er sei aufgenommen, integriert, vielleicht sogar assimiliert worden; Österreich tue das seit vielen Jahren. "Befreien wir uns von diesen Depressionen und Mieselsüchten, die uns zeitweise überkommen", meinte er zur derzeitigen Zuwanderungs- und Flüchtlingsdebatte. Österreich werde auch hier erfolgreich sein.

»Das ist das Schöne an der Rolle des Bundespräsidenten: Wenn er oder sie, aber in meinem Fall er, anruft, ist es schwer, Nein zu sagen.«

Angesichts einer immer komplexeren Welt rief Van der Bellen zu einer neuen Kultur des Zuhörenkönnens auf, schon allein, um das Fachwissen der Menschen besser einbeziehen zu können. Es brauche eine neue Gesprächskultur in der Politik, denn nirgendwo sonst sei die Negativkommunikation so dominant. Sich selbst sah er als Vermittler: "Das ist das Schöne an der Rolle des Bundespräsidenten: Wenn er oder sie, aber in meinem Fall er, anruft, ist es schwer, Nein zu sagen."

Präsidentschaftskandidat Van der Bellen während des Walkapfauftakts
© APA/HERBERT PFARRHOFER

Undenkbar ist für ihn die Rückkehr der innereuropäischen Grenzen. Grenzüberschreitende Krisen könne man nur transnational lösen, betonte Van der Bellen. Sein Wunsch daher, egal ob er letztlich gewinne oder nicht: "Widerstehen wir den Versuchen, alte Grenzen wieder hochzuziehen, Stacheldraht hochzuziehen: Das kostet nur Geld und bringt genau gar nichts."

Wahlkampftour quer durch Österreich

Van der Bellen begibt sich nach dem Auftakt nun auf Wahlkampftour quer durch Österreich, erste Station ist Vorarlberg. Es gelte, Hunderttausende Unentschlossene von Van der Bellen -"aus meiner Sicht der logische Nachfolger von Heinz Fischer" - zu überzeugen, sagte Wahlkampfleiter Lothar Lockl.

Kommentare

christian95 melden

Der langjährige Grüne Parteivorsitzende Van der Belle ist genau so "unabhängig" wie Hundstorfer, Khol oder Hofer.

parteilos melden

"unabhängig" ist nur unser Mörtel :)

landgraf43 melden

und die Richterin Irmgard Griss!

Oberon
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Seinen neu erkannten Heimatbegriff kann er sich an den Hut stecken, der Van der Bellen. Vor Wochen noch war jeder, der zu seiner Heimat steht, patriotisch ist, ein Heimatgefühl hat, ein verkappter Nazi, zumindest sehr verdächtig, und jetzt kommt er mit dem selben Begriff daher und verwendet ihn für seine Zwecke.
Ja, wenn einem die Felle davon schwimmen, greift man halt als Grüner zu diesem ...

Oberon
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.... einst verpönten Rettungsanker.

In meiner ersten Zeit als idealistische Jungbürgerin wollte ich die Grünen wählen, hab's aber dann doch nicht getan.
So eine ÖsterreichER-feindliche Partei geht in die politische Geschichte Österreichs ein. Alles für Zugereiste, nichts für Einheimische!

KurtiW melden

ekelhafter, unsympatischer Typ. widerlich!

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