Was Väter ihre
Söhne lehren sollten

Und warum sie diese Lebensweisheiten ruhig auch mit ihren Töchtern teilen können

Für Gewöhnlich sind es die Mütter, die mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Und das ist auch okay so. Umso wichtiger ist es aber, dass die Väter ganz bewusst ein paar Lebensweisheiten an ihre Söhne weitergeben, wie die "stern.de"-Redakteurin Susanne Baller schreibt. Weil für Buben die männliche Identifikationsfigur ebenso wichtig ist wie die weibliche für Mädchen. Das unterschreiben wir voll und ganz!

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Und legen noch eins drauf, indem wir sagen: Väter, diese sechs Dinge solltet Ihr euren Söhnen beibringen. Und euren Töchtern! Denn egal ob Bub oder Mädchen - mit diesen Weisheiten ausgerüstet kommt man besser durchs Leben.

Wie man ein guter Verlierer ist

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Verlieren ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Umso eher sollten es sich die Väter dieser Welt zur Aufgabe machen, ihren Söhnen (und Töchtern) zu vermitteln, dass es auch okay ist, mal nicht auf dem Siegerpodest zu stehen. Es kommt nicht immer darauf an, den ersten Platz zu machen. Sehr wohl aber darauf, mit einer Niederlage zurechtzukommen. Sein Bestes gegeben zu haben und mit dabei gewesen zu sein - das ist oft viel mehr als eine Medaille, die die Gruppe in Verlierer und Sieger einteilt.

Wie man seinen Mann steht

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Respekt anderen Menschen gegenüber ist großgeschrieben. Keine Frage. Aber man muss und soll sich nicht alles gefallen lassen. Denn immerhin gebührt einem der gleiche Respekt, den man anderen entgegenbringt. Dessen sollte man sich schon in frühen Jahren bewusst sein. Schließlich bestimmt diese Erkenntnis auch den eigenen Selbstwert. Wird man also zum Opfer von Ungerechtigkeiten, heißt es sich wehren. Nicht mit Fäusten. Aber mit Köpfchen.

Wie man seine eigene Meinung bildet

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Manch einer glaubt ja immer noch, man könne - und müsse - Kinder formen. Kann man nicht. Und soll man auch nicht. Was man aber soll, ist sie dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden. Ihre eigene Meinung zu bilden. Für Senior bedeutet das, mit gutem Vorbild voran zu gehen. Denn von einem Jasager wird man wohl in erster Linie eines lernen: Ja zu sagen. Es schadet auch nicht, den Sprössling dazu zu ermutigen, zu seiner Meinung zu stehen. Was früher oder später aber auch bedeuteten wird, dass Juniors Meinung einmal gegen die des Vaters stehen wird. Dann, lieber Papa, heißt es loslassen.

Was es bedeutet, Abenteuer zu erleben

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Das Leben ist voller Regeln und Pflichten. Umso schöner ist es, wenn man mal ausbrechen kann. Und an wessen Seite ginge das besser als an der des großen männlichen Vorbilds?! Daher, liebe Väter, schnappen Sie sich Ihre Söhne (und Töchter) und machen Sie mal etwas nicht Alltägliches mit ihnen. Wie wär's zum Beispiel mit einem Zeltlager im Garten? Kombiniert mit einem Lagerfeuer und gegrillten Würsteln. Feuer und Fleisch? Vermutlich ist da auch der eine oder andere Herr Papa ganz in seinem Element.

Wie man Heimwerker-King wird

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Wie montiert man schnell noch mal das neue Küchenregal? Ein klarer Fall für Papi. Und der lässt den Sohnemann (oder das Töchterchen) am besten gleich assistieren. Nicht, weil wir es toll finden, wenn die Kids für langweilige Tätigkeiten im Haushalt eingespannt werden. Sondern weil wir es für unheimlich wertvoll halten, dem Nachwuchs die Kniffe des Heimwerkens mit auf ihren Lebensweg zu geben. Denn nichts lästiger, als bei jeder kaputten Lampenfassung den Elektriker rufen zu müssen.

Wie echte Männer Zeit miteinander verbringen

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Unternehmungen, in die sämtliche Familienmitglieder einbezogenwerden, sind wichtig. Eine Sache sollte dennoch nicht zu kurz kommen: ein richtiger Männerabend ... oder -nachmittag. Egal, ob Papa mit dem Sohnemann ein Spiel der Lieblingsfußballmannschaft besucht oder mit ihm einen Abenteuerausflug in den Wald unternimmt. Exklusivzeit mit dem großen Vorbild ist für den Sprössling etwas ganz Besonderes. Daher appellieren wir an die Väter: Geben Sie Ihrem Sohn das Gefühl, dass es ein, zwei Dinge gibt, die nur Sie beide miteinander teilen. (Und suchen Sie sich eine Beschäftigung, die Sie auch mit Ihrer Tochter ganz allein teilen können.)