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Mit 30 ist Schluss mit Bolt

"Zurücktreten, wenn man noch auf der Höhe der Leistungsfähigkeit ist."

Usain Bolt in Brüssel 2013 © Bild: Reuters/Lenoir

Sprint-Superstar Usain Bolt will nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro (5. bis 21. August 2016) seine Karriere beenden. "Ich denke, das wäre ein guter Zeitpunkt aufzuhören - an der Spitze und nachdem ich so lange dominiert habe", erklärte der 27-jährige Weltrekordler aus Jamaika am Mittwoch in Brüssel. Dort wird er am Freitag im Diamond-League-Finale der Leichtathleten sein letztes 100-Meter-Rennen dieser Saison absolvieren. Am letzten Tag der Spiele 2016 in Rio feiert Bolt übrigens seinen 30. Geburtstag.

Der schnellste Mann der Welt möchte wie schon 2008 in Peking und 2012 in London auch bei den Sommerspielen in drei Jahren wieder dreimal Gold gewinnen. "Wenn ich zu den Größten wie Muhammad Ali oder Pele und all den anderen gehören will, muss ich weiter dominieren, bis ich aufhöre", betonte Bolt.

In der Geschichte der Weltmeisterschaften ist er bereits in Moskau zum erfolgreichsten Athleten aufgestiegen. Mit je drei Titelgewinnen über 200 Meter sowie mit der 4 x 100-Meter-Staffel und zwei WM-Triumphen über 100 m stehen nun acht Gold- und zwei Silbermedaillen in seiner Erfolgsbilanz.

Weltrekorde sollen fallen
Bolt will aber nicht nur nach Medaillen jagen, sondern auch seine Weltrekorde über 100 (9,58 Sekunden) und 200 Meter (19,19 Sekunden) verbessern, wobei er über die halbe Stadionrunde bessere Chancen sieht. "Ich habe gelernt, die Kunst der Kurve besser zu meistern", sagte Bolt. "Und wenn ich verletzungsfrei und in guter Form bleibe, ist es für mich definitiv möglich, einen Weltrekord aufzustellen."

Außerdem spekuliert er im kommenden Jahr auf einen Start bei den Commonwealth Spielen in Glasgow. "Ich bin noch nie bei Commonwealth Spielen dabei gewesen, und es ist auch gut, meine Kollektion von Goldmedaillen zu ergänzen", meinte Bolt.

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