USA fördern jetzt mit Web 2.0 Demokratie:
Internet-Plattform soll Diskussion eröffnen

YouTube und NBC Universal sind dabei mit an Bord Sieger gewinnt Treffen mit Politiker und Filmgrößen

USA fördern jetzt mit Web 2.0 Demokratie:
Internet-Plattform soll Diskussion eröffnen © Bild: youtube.com

Zum internationalen Tag der Demokratie hat das US-amerikanische Außenministerium einen Video-Wettbewerb zum Thema "Demokratie ist...?" ausgerufen. "Wir generieren auf Grundlage neuer Technologien Möglichkeiten, in eine Diskussion zum Thema Demokratie einzutreten", erklärt Jonathan Margolis, Deputy Coordinator im Büro für internationale Informationsprogramme im Außenministerium, gegenüber der New York Times. Man verstehe sich als Vermittler zwischen Leuten, die etwas zum Thema Demokratie zu sagen haben. Inhaltlich sollen sich Filmemacher damit auseinandersetzen, wie Demokratie einmal aussah, momentan gelebt wird oder aussehen könnte. Dabei sei man gerne bereit in einen offenen Dialog der Kulturen zu treten, um eine möglichst breite Masse an Demokratieverständnis zu erhalten.

Im Gegensatz zu zahlreichen sonstigen Wettbewerben stemmt die US-Regierung diesen Contest aber nicht alleine, sondern hat sich potente Partner ins Boot geholt. So unterstützt neben NBC Universal auch das Videoportal YouTube den Wettbewerb. Noch bis zum 31. Januar 2009 können Filmemacher unter YouTube.com ihre maximal drei Minuten langen Beiträge hochladen. "Ohne die Partner würden die Sieger vielleicht das Außenministerium, den Kongress und ihr Hotelzimmer von innen sehen", sagt Margolis. Nun sei hingegen geplant, dass die Macher des besten Beitrags eine Woche lang quer durch die USA reisen und dabei verschiedene Top-Politiker, Wirtschafts- und Filmgrößen treffen. Aufenthalte in Hollywood, New York und Washington stünden bereits fest. Zudem sicherte die Directors Guild und die Motion Pictures Association of America zu, den Siegerbeitrag fernsehgerecht aufzuarbeiten.

Expertenjury
Abstimmen über die eingereichten Clips wird eine Expertenjury aus Filmemachern und Vertretern politischer Institutionen. Beispielsweise haben bereits die Film School der New York University oder das International Republican Institute Mitglieder in das Auswahlgremium entsannt. Die endgültige Entscheidung treffen jedoch die User im Netz, die zwischen Mai und Juni 2009 die Qual der Wahl zwischen 21 Finalisten haben werden.

Teilnehmen können alle Filmemacher, die mindestens 18 Jahre alt sind. Ob es sich beim Inhalt der Filme um fiktionale Geschichten, um Reportagen, Beiträge oder Dokumentationen handelt, bleibt den Machern überlassen. Um eine möglichst breite Masse an Personen anzusprechen, muss der Film komplett oder zumindest anteilig in englischer Sprache verfasst sein.
(pte/red)