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11 Tote durch Wintersturm

18.000 Menschen zeitweise ohne Strom. Lage soll sich beruhigen.

Boston Schneesturm © Bild: 2015 Getty Images/Kayana Szymczak

Ein neuer Wintersturm hat mindestens elf Menschen in den USA das Leben gekostet. Sie starben am Sonntag und Montag bei wetterbedingten Autounfällen an der Ostküste oder im Mittleren Westen, berichtete der TV-Sender NBC. Im Bundesstaat Ohio starb ein Mann beim Schneeschaufeln vor seinem Haus an einem Herzinfarkt. In Iowa erfror am Sonntagabend (Ortszeit) eine 67-Jährige in ihrem Garten.

Wegen starker Schneefälle zwischen Chicago und Boston waren zeitweise Zehntausende Menschen ohne Strom. Landesweit mussten mehr als 4.000 Flüge gestrichen werden, rund weitere 4.000 Flieger verspäteten sich. Für Dienstag sagte der Nationale Wetterdienst weniger Schnee voraus. "Der Sturm wird ruhiger und die Gefahr zusätzlicher Schneefälle wird weiter abnehmen", schrieben die Meteorologen auf Twitter. Auf den in Richtung Kanada abziehenden Schneesturm soll "bittere Kälte" folgen.

Chicago und Boston verschneit

Erst vergangene Woche hatte Schneesturm "Juno" weite Teile der Ostküste lahmgelegt. Diesmal waren besonders die Metropolen Chicago und Boston betroffen. In Boston sollten die Schulen am Dienstag geschlossen bleiben. Auch die Sieger-Parade für die New England Patriots, die am Sonntag das Finale der amerikanischen Football-Liga NFL gewonnen hatten, wurde dort wegen des Wetters von Dienstag auf Mittwoch verschoben.

New York blieb verschont

Erst vergangene Woche hatte Schneesturm "Juno" weite Teile der Ostküste lahmgelegt - die Stadt New York aber weitgehend verschont. Diesmal waren besonders die Metropolen Chicago und Boston betroffen. "Weit verbreiteter Schnee von den Großen Seen bis nach Maine", meldeten die Meteorologen vom Nationalen Wetterdienst.

In Chicago blieben am Montag die Schulen geschlossen - laut "Chicago Tribune" zum dritten Mal in diesem Jahr. In Boston ging der Nahverkehr trotz dicker Schneedecke am Montag jedoch zunächst weiter.

5cm Neuschnee pro Stunde

In einigen Gebieten gingen nach Angaben von NBC fünf Zentimeter Neuschnee in der Stunde nieder. Die Vorhersagen für die nächsten Tage sind nicht günstig: Nach dem Schneesturm soll laut nationalem Wetterdienst die "bittere Kälte" kommen.

Und auch längerfristig gibt es kaum Hoffnung auf wärmere Tage: Das weltberühmte Murmeltier "Punxsutawney Phil" sagte weitere sechs Wochen Winter voraus. Der Nager erkannte trotz dichter Wolkendecke am Himmel seinen eigenen Schatten, als er am Montag aus seinem Bau in einem Wäldchen bei Punxsutawney (Pennsylvania) gezogen wurde.

In Boston sollten die Schulen am Dienstag geschlossen bleiben, Angestellte im öffentlichen Dienst mussten laut "Boston Globe" erst um 11.00 Uhr im Büro erscheinen. Auch die Sieger-Parade für die New England Patriots, die am Sonntag das Finale der Football-Liga NFL gewonnen hatten, wurde dort wegen des Wetters von Dienstag auf Mittwoch verschoben.

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