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Weißes Haus: Tillerson
bleibt Außenminister

"New York Times"vermeldete, dass CIA-Direktor Mike Pompeo das Amt übernehmen soll

Rex Tillerson © Bild: APA/MANDEL NGAN / AFP

Das Weiße Haus hat am Donnerstagabend verkündet, dass Rex Tillerson US-Außenminister bleibt. Dem Statement ist eine Meldung der Zeitung "New York Times" vorangegangen, derzufolge der ehemalige Exxon-Chef solle binnen einiger Wochen durch CIA-Direktor Mike Pompeo ersetzt werden soll. Die Zeitung berief sich auf mehrere hochrangige Regierungsvertreter.

Der Plan sei von Stabschef John Kelly entworfen worden. Demnach soll der Schritt gegen Ende des Jahres oder kurz danach erfolgen. Unklar sei jedoch, ob Präsident Donald Trump dem Vorhaben endgültig zugestimmt habe, berichtete das Blatt weiter. Ein hochrangiges Regierungsmitglied sagte der Nachrichtenagentur Reuters, an dem Plan werde bereits seit einigen Wochen gearbeitet.

CIA-Chef Mike Pompeo
© Win McNamee/Getty Images/AFP CIA-Direktor Mike Pompeo

Eine offizielle Bestätigung aus dem Weißen Haus blieb zunächst aus, jetzt kam das Dementi. Das Weiße Haus hat bekannt gegeben, dass Rex Tillerson US-Außenminister bleibe. Derzeit gebe es keine Änderungen. "Wie der Präsident gerade sagte, 'Rex ist da'. Es gibt keine aktuell personellen Ankündigungen. Tillerson leitet weiter das Außenministerium und das gesamte Kabinett ist darauf fokussiert, dieses unglaublich erfolgreiche erste Jahr der Administration von Präsident Trump zu komplettieren", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders in einem Statement.

Spekulationen um Amt

Seit Monaten wird über Tillersons Zukunft spekuliert. Anfang November sagte Trump dem Sender Fox News, er wisse nicht, ob er den Ex-Manager für die gesamte Amtszeit auf dem Posten belassen werde. Er sei nicht glücklich darüber, dass einige im Außenministerium seine Politik nicht unterstützten, beklagte sich Trump. Im Oktober waren Berichte aufgetaucht, wonach Tillerson den Präsidenten als Idioten beschimpft und im Sommer den Rücktritt erwogen habe. Die beiden Politiker vertreten bei zahlreichen außenpolitischen Themen unterschiedliche Positionen, unter anderem beim Atomkonflikt mit Nordkorea.

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