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Blutbad in Volksschule

27 Tote in Connecticut. 20 davon sind Kinder. Polizei bestätigt Angaben.

  • Trauer nach dem Amoklauf in der Sandy Hook Grundschule in Newtown
    Bild 1 von 21 © Bild: APA/EPA/Andrew Gombert

    Trauer nach Amoklauf

    Nach dem Amoklauf in der Sandy Hook Grundschule in Newtown herrscht tiefe Trauer in der Bevölkerung.

  • Trauer nach dem Amoklauf in der Sandy Hook Grundschule in Newtown
    Bild 2 von 21 © Bild: APA/EPA/Andrew Gombert

    Trauer nach Amoklauf

    26 Menschen, darunter 20 Kinder, hat der Amokschütze erschossen. Das Entsetzen und die Verzweiflung ist groß.

Bei dem Amoklauf in einer Grundschule im US-Staat Connecticut sind nach Polizeiangaben 26 Menschen ums Leben gekommen, 20 davon seien Kinder. Einen weiteren Toten habe es an einem anderen Ort gegeben, agte der Sprecher der Polizei in Connecticut, Paul Vance, am Freitag bei einer Pressekonferenz. Nach Angaben des US-TV-Senders CNN tötete der Attentäter seinen Bruder in Hoboken (US-Staat New Jersey) bevor er zu der Volksschule in Connecticut fuhr, wo er seine dort beschäftigte Mutter umbrachte.

Medien identifizierten den Schützen als den 24-jährigen Ryan Lanza. Der Polizeisprecher nannte keinen Namen. Laut CNN wurde die Leiche des Täters in einem der Klassenräume entdeckt. Zu den Opfern gehörten auch der Schuldirektor und ein Schulpsychologe. CNN berief sich dabei auf Angaben aus Polizeikreisen.

Das Blutbad ereignete sich kurz nach 9.00 Uhr Ortszeit. Unklar blieb zunächst, ob der Schütze von der Polizei getötet wurde oder ob er sich selbst umbrachte. Er soll nach Augenzeugenberichten mindestens 100 Schüsse abgegeben haben. Zwei Handfeuerwaffen wurden sichergestellt.

"Es war einfach der Horror"
Es war einfach der Horror", berichtete eine Mutter einer Drittklässlerin, die zur Schule geeilt war. Sie berichtete von blutüberströmten Kindern, die aus dem Schulgebäude gekommen seien. "Alle waren hysterisch und in Panik." Viele Krankenwagen und Polizeifahrzeuge mit Blaulicht trafen am Tatort ein. Eltern nahmen weinende Kinder in die Arme.

Die Schulen der Stadt Newtown und Umgebung waren nach einem Bericht des TV-Senders NBC am Vormittag abgesperrt worden. Auf der Internetseite der öffentlichen Schulen im Bezirk Newtown wurde am Freitag lediglich mitgeteilt, dass die Kinderbetreuung nach Unterrichtsschluss ausfalle.

An der "Sandy Hook"-Volksschule in Newton werden Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren unterrichtet. Die Stadt liegt etwa 100 Kilometer nordöstlich der Metropole New York und hat etwa 27.000 Einwohner.

Erschütterter Barack Obama
Sichtlich erschüttert hat US-Präsident Barack Obama die "heimtückische Tat" verurteilt. Wiederholt kämpfte er mit den Tränen und musste innehalten, als er im Weißen Haus ans Mikrofon trat. Das Land mache derartige Tragödien zu häufig durch, sagte Obama zum Blutbad an Kindern und Lehrern an der Grundschule in Newtown.

Er reagiere nicht nur als Präsident, sondern auch als Vater, so der Präsident, der zwei Töchter hat. Er fühle überwältigende Trauer: "Unsere Herzen sind gebrochen." Als Konsequenz aus dem Amoklauf, bei dem nach Medienberichten 27 Menschen getötet wurden, forderte Obama "bedeutsame Schritte": "Wir müssen zusammenkommen..., jenseits von politischen Erwägungen."

Immer wieder Schießereien
In den USA kommt es immer wieder zu Schießereien an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen. So töteten zwei Jugendliche im April 1999 an der Columbine High School in der Stadt Littleton zwölf Mitschüler und einen Lehrer. Anschließend nahmen sich die beiden Täter das Leben. Im vergangenen Juli tötete ein maskierter Schütze in der Nähe von Denver 12 Kinobesucher und verletzte 58 weitere Menschen.

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