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Rekord-Schadenersatz

Kind mit Benzin übergossen: US-Gericht sprach Familie 150 Milliarden Dollar zu

USA - Rekord-Schadenersatz

Rekord-Schadenersatz: Ein Gericht im US-Bundesstaat Texas hat einen Mann zur Zahlung einer Summe von 150 Milliarden Dollar (115 Milliarden Euro) verurteilt, weil er einem Burschen schwere Brandverletzungen zugefügt und damit seinen späteren Tod verursacht haben soll. Das sagte der Anwalt der Familie, Craig Sico.

Don Wilburn Collins soll im Juni 1998 im Alter von 13 Jahren den fünf Jahre jüngeren Robbie Middleton an einen Baum gefesselt, mit Benzin übergossen und dann angezündet haben. Middleton erlitt schwere Verbrennungen und starb dieses Jahr an Hautkrebs.

Die Eltern des toten Buben erwarten indes nicht, etwas von dem Schadenersatz zu bekommen. Sie wollen aber mit dem Zivilurteil erreichen, dass Don Wilburn Collins auch ein Strafprozess wegen Mordes gemacht wird. Der junge Mann sitzt derzeit wegen anderer Vergehen im Gefängnis, wegen des Angriffs auf Robbie Middleton wurde er indes nie zur Verantwortung gezogen, unter anderem wegen seines Alters zur Tatzeit. Die Geschworenen hätten sich auf den hohen Schadenersatz geeinigt, damit die Botschaft der Familie gehört werde, sagte nun Anwalt Sico.