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New York rüstet sich für
gewaltigen Schneesturm

Bürgermeister de Blasio: "Könnte ein Sturm sein, wie wir ihn noch nie gesehen haben"

New York rüstet sich für einen gewaltigen Schneesturm. © Bild: APA/EPA/JUSTIN LANE

Auf New York und weite Teile der US-Ostküste kommt einer der schwersten Schneestürme ihrer Geschichte zu. Bis zu 50 Millionen Menschen könnten nach Schätzungen von US-Medien betroffen sein. Der Nationale Wetterdienst gab für Montag entsprechende Blizzard- und Sturmwarnungen heraus. Gouverneur Andrew Cuomo hat für Teile des US-Bundesstaats New York den Notstand ausgerufen.

Auch ein allgemeines Fahrverbot für den Abend in der Millionenmetropole New York und anderen Teilen des Staats sei noch möglich. "Dieser Sturm sollte nicht leicht genommen werden", sagte Cuomo am Montag. Die Menschen sollten nach Hause gehen und dort bleiben. "Es kann um Leben und Tod gehen", sagte Cuomo. Unter anderem bezog sich der Notstand auf die Stadt New York und rund ein Dutzend weitere Counties.

Cuomo kündigte auch an, dass in der Metropole New York U-Bahnen ab 19.00 Uhr (Ortszeit) nur noch eingeschränkt fahren und Regionalzüge von 23.00 Uhr an komplett eingestellt würden. Ein Fahrverbot gilt auch bereits im Nachbarstaat Connecticut. In den USA wird bei Unwettern häufiger als in Deutschland der Notstand ausgerufen, um so den Gouverneuren schnellere Entscheidungen über Straßensperrungen und andere Notmaßnahmen zu ermöglichen.

"Sturm, wie wir ihn noch nie gesehen haben"

"Das könnte ein Sturm sein, wie wir ihn noch nie gesehen haben", warnte Bürgermeister Bill de Blasio bereits am Sonntag. New York habe viele schwere Schneestürme erlebt, "aber seien Sie auf Schlimmeres gefasst". Am Montag müsse im Verkehr mit langen Verspätungen gerechnet werden. Es wird nach Medienberichten erwartet, dass der Sturm im Laufe des Montags die Region trifft. Der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, rief die Menschen auf, am Montag zu Hause zu bleiben oder früh bei der Arbeit Schluss zu machen.

Enorme Schneemengen erwartet

Meteorologen erwarteten bis zu 60 Zentimeter Neuschnee. Die Warnung vor diesem Monstersturm galt nicht nur für New York, sondern für die gesamte nördliche Hälfte der US-Ostküste, bis hoch nach Kanada. Fluggesellschaften hätten bereits für Montag und Dienstag mehr als 3200 Flüge gestrichen, berichtete die Zeitung "USA Today" (Montag). Auch Fluggäste aus anderen Regionen müssten sich darauf gefasst machen, dass viele Verbindungen gestrichen würden.

Winde mit Hurrikanstärke

In Neu-England könnten sogar bis zu 90 Zentimeter Neuschnee fallen. Zudem erwarten Meteorologen starke Winde von bis zu 80 Kilometern pro Stunde, streckenweise könnten sie sogar Hurrikanstärke annehmen. Der Schneefall sei eine Sache, aber gepaart mit starkem Wind sei dies ein Rezept für eine potenzielle Katastrophe, sagte Meteorologe Tom Kines der Zeitung "USA Today".

Auch der Bundesstaat Pennsylvania wird laut Meteorologen von der Unwetterfront betroffen sein. Die Schneefälle werden bereits im Laufe des Montags über die Ostküste hereinbrechen, die schwersten Niederschläge werden aber erst in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) erwartet.

Der "Nor'easter", wie die aus dem Nordosten heranbrausenden eisigen Stürme genannt werden, sind im Winter zwar nicht ungewöhnlich, dennoch sorgen sie in den Metropolen wie New York und Boston immer wieder für Verkehrschaos. Schneestürme verursachen in den USA auch regelmäßig massive Stromausfälle, weil die anfälligen Stromleitungen über der Erde verlaufen. Oftmals müssen Hunderttausende Menschen ohne Elektrizität klarkommen. Während es im letzten Winter gleich mehrere solcher Stürme gab, war dieser Winter bislang eher mild.

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