USA von

Gefängnis nach Lynchmord

Frau klagte Unschuldigen auf offener Straße der Vergewaltigung an. Mann ermordert.

Mord © Bild: Thinkstock

Ein falscher Vergewaltigungsvorwurf wurde einem Mann in den USA zum Verhängnis. Eine Frau klagte Donald Robinson auf offener Straße an. Dieser wurde danach von mehreren Männern zu Tode geprügelt. Nun wurde die 20-Jährige zu 10 Jahren Haft verurteilt.

"Er hat mich vergewaltigt! Er ist ein Sexualstraftäter!", schrie Latiqwa Mayes in Baltimore, als sie im September 2013 Donald Robinson auf der Straße sah. Er soll einige Monate zuvor in ihr Wohnheim eingebrochen und dabei mit einem ihrer Freunde aneinander geraten sein. Eine Vergewaltigung hatte bei dem Vergehen allerdings nicht stattgefunden.

Mayes soll verärgert gewesen sein, dass der Einbrecher nicht härter bestraft worden war, und warf ihm deshalb eine Vergewaltigung vor. Die falschen Anschuldigungen der Frau führten jedoch dazu, dass Robinson sein Leben verlor. Nachdem die 20-Jährige ihn angeschrien und mit Pfefferspray attackiert hatte, wurde er von einer Horde Passanten verprügelt. Unter den Angreifern befand sich auch Mayes' Vater. Der Vorfall wurde laut Baltimore Sun von einer Überwachungskamera aufgezeichnet.

Nun kamen Mayes und ihr Vater vor Gericht. Das Urteil: jeweils 10 Jahre im Gefängnis. Die 20-Jährige soll jedoch nach 6 Jahren, ihr Vater nach 2 Jahren wieder frei kommen.

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