USA nehmen direkten Kontakt zum Iran auf:
Ein Brieflein an den Erzfeind im Nahen Osten

Keine diplomatischen Beziehungen seit fast 30 Jahren Bitte um Mithilfe bei Suche nach drei Staatsbürgern

USA nehmen direkten Kontakt zum Iran auf:
Ein Brieflein an den Erzfeind im Nahen Osten

Vertreter der US-Regierung haben auf der internationalen Afghanistan-Konferenz in den Niederlanden einen Brief an die iranische Delegation übergeben. Das erklärte Außenministerin Clinton. Der direkte Kontakt zu Teheran war höchst ungewöhnlich, da beide Länder seit rund drei Jahrzehnten keine diplomatischen Beziehungen mehr unterhalten und hauptsächlich über Mittelsmänner kommunizieren.

In dem Brief wird Teheran um Mithilfe gebeten, das Schicksal dreier US-Staatsbürger aufzuklären. Eine Rückkehr der drei wäre eine Geste der Menschlichkeit und des Verständnisses, heißt es darin.

Robert Levinson, ein FBI-Agent im Ruhestand, wurde zuletzt im März 2007 auf der südiranischen Insel Kish gesehen. Er verschwand, während er für seine private Sicherheitsfirma einen Fall von Zigarettenschmuggel untersuchte. Die zweite Person, Roxana Saberi, wurde festgenommen, weil sie nach iranischen Angaben aus dem Land berichtete und nicht mehr als Journalistin akkreditiert war. Die amerikanisch-iranische Doppelstaatsbürgerin Esha Momeni aus Los Angeles schließlich wurde im Oktober wegen eines Verkehrsdeliktes festgenommen. Sie hielt sich in Teheran auf, um ihre Masterarbeit über die iranische Frauenbewegung zu recherchieren.
(apa/red)