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Waldbrand in Kalifornien

Brände gefährden Wasser- und Stromversorgung von San Francisco

Waldbrand in Kalifornien © Bild: Reuters/Whittaker

Der Waldbrand in der Nähe des berühmten Yosemite-Nationalparks im US-Bundesstaat Kalifornien bedroht die Versorgung der gut 300 Kilometer entfernt liegenden Metropole San Francisco mit Strom und Wasser. Die Flammen seien nicht einmal mehr zehn Kilometer vom Hetch-Hetchy-Wasserreservoir, der Haupt-Trinkwasserquelle für den Großraum San Francisco, entfernt, berichteten örtliche Medien. Zudem wurden nach Angaben des Versorgers zwei Kraftwerke beschädigt.

Der Informationsdienst für Naturkatastrophen teilte auf seiner Internetseite InciWeb mit, dass sich das Feuer dem Hetch-Hetchy-Reservoir nähere. Es ist die wichtigste Trinkwasserquelle für das rund 320 Kilometer westlich gelegene Ballungsgebiet San Francisco Bay, in dem 2,6 Millionen Menschen leben.

Tyrone Jue vom kommunalen Versorger sagte der Zeitung "San Francisco Chronicle", bisher habe es weder einen Engpass bei der Wasserversorgung noch eine Verschlechterung der Wasserqualität gegeben. Es würden aber Vorkehrungen für diesen Fall getroffen. Unter anderem stünden Wasserreserven zur Verfügung.

Waldbrände in Kalifornien, Sommer 2013
© APA/Infografik

San Francisco ist allerdings auch von Energielieferungen aus Wasserkraftwerken der selben Region abhängig. Zwei der drei Wasserkraftwerke seien aber wegen Brandschäden vorübergehend geschlossen worden, sagte Jue. Die Reparaturarbeiten an einer der Anlagen sollten noch am Montag abgeschlossen werden, bei dem anderen beschädigten Werk sei ein Reparatureinsatz noch zu gefährlich. Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Jerry Brown, hatte am Freitag wegen der Gefährdung der Wasser- und Stromversorgung den Notstand für San Francisco ausgerufen.

Das Feuer breitete sich am Wochenende rasant aus und bedrohte zwischenzeitlich rund 4.500 Häuser. Mehr als 2.800 Feuerwehrleute waren zusammen mit Löschhubschraubern und -flugzeugen im Einsatz. Bis Sonntag wurden knapp 55.000 Hektar Land zerstört.

Der auf einer Gesamtfläche von über 500 Quadratkilometern lodernde Waldbrand war vor einer Woche aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Begünstigt wurde das Feuer durch extreme Trockenheit und starke Winde. Bis Sonntag brachte die Feuerwehr lediglich sieben Prozent des Brandes unter Kontrolle.

Kommentare

Nur 2800 Feuerwehrleute die das eigene Land vor dem Feuer schützen, zig-tausende amerikanische Soldaten die in fremden Ländern nicht unbedingt Brände löschen. Das sollte zu denken geben.

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