Konflikte von

USA und Iran verhandeln
nächste Woche

Hochrangige Vertreter werden von 9. bis 10. Juni in Genf zusammentreffen

Bill Burns © Bild: APA/JOSE MENDEZ / EPA / picturedesk.com

Hochrangige Vertreter der USA und des Iran werden von 9. bis 10. Juni in Genf zusammentreffen. Die Gespräche werden im Vorfeld der nächsten Runde der Atomverhandlungen in Wien zwischen den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland (5+1) und Teheran stattfinden. Das teilte das US-Außenministerium am Samstag mit.

Die US-Delegation wird von Vizeaußenminister Bill Burns geleitet, der bereits Geheimverhandlungen mit dem Iran geführt hat. Diese trugen zum Zustandekommen des im November des Vorjahres erzielten Übergangsabkommens zwischen dem Iran und den 5+1 bei. Dem US-Team wird auch die hochrangige Verhandlerin Wendy Sherman angehören.

Die nächste Runde der Atomverhandlungen zwischen den 5+1 und dem Iran wird in Wien von 16. bis 20. Juni stattfinden. Bei den Verhandlungen Mitte Mai waren keine Fortschritte erzielt worden.

Iranische Agentur bestätigt Treffen

Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araqchi kündigte am Samstag an, dass das iranische Atomverhandlungsteam mit Vertretern "einiger Mitgliedsstaaten" der 5+1 in Genf zusammentreffen werde. Die Gespräche würden auf der Ebene der Stellvertretenden Leiter der Verhandlungsdelegationen stattfinden, sagte Araqchi nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur FARS.

Unter Berufung auf informierte Quellen berichtete FARS weiter, dass die iranische Delegation am Monat und Dienstag in Genf mit den US-Verhandlern Gespräche führen werde. Am Mittwoch und Donnerstag sei ein Treffen mit der russischen Delegation in Rom geplant. Weiters hieß es, dass sich der Iran um weitere bilaterale Treffen mit Mitgliedern der 5+1 bemühe.

Bei der vierten Runde der Atomverhandlungen Mitte Mai in Wien waren keine Fortschritte bei dem Versuch erzielt worden, einen Text für eine abschließende Vereinbarungen zur Beilegung des Atomstreits zu formulieren. Teheran machte "exzessive Forderungen" der USA dafür verantwortlich. So fordert Washington, auch das Raketenprogramm des Iran in die Verhandlungen einzubeziehen was Teheran aber strikt ablehnt.

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