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Frau stieß Ehemann von der Klippe

8 Tage nach der Hochzeit - Frau nun zu 30 Jahren Haft verurteilt

Klippe © Bild: Thinkstock

Weil sie ihren Ehemann acht Tage nach ihrer Hochzeit von einer Klippe in den Tod stürzte, ist eine Frau im US-Bundesstaat Montana zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Jordan Linn Graham hat keine Chance auf Bewährung und muss zudem fünf Jahre nach ihrer Freilassung überwacht werden, wie die Lokalzeitung "Missoulian" am Donnerstag berichtete.

Richter Don Molloy urteilte außerdem, dass sie sich in keiner Weise an dem Mord bereichern darf - etwa durch bezahlte Interviews mit TV-Sendern. Der Richter sagte, Graham habe keine Reue gezeigt.

Zwischen den Frischvermählten war es beim Wandern in einem Nationalpark im vergangenen Sommer zum Streit gekommen. Der Konflikt geriet außer Kontrolle: An einem steilen Abgrund - so steht es in der Anklageschrift - packte der Mann die damals 22-Jährige beim Arm, doch sie riss sich los und schubste ihren 25 Jahre alten Ehemann mit beiden Händen in den Abgrund. Ermittler entdeckten die Leiche Tage später.

Schon vor der Hochzeit unglücklich

Noch vor der Eheschließung hatte ein Freund des Verstorbenen Zweifel an der Beziehung geäußert und dazu geraten, den Heiratsantrag zu überdenken. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte Graham ihrer Freundin und Trauzeugin zudem per SMS geschrieben, dass sie sich bereits rund zwei Wochen vor der Hochzeit unglücklich fühlte.

Nach dem Vorfall behauptete sie erst, dass ihr Mann mit Freunden weggefahren sei. Graham versuchte, seinen Tod zu verschleiern. Erst später gestand sie die Tat gegenüber Ermittlern. Im Prozess bekannte sie sich im Dezember schuldig, versuchte diese Woche allerdings vergeblich, das Schuldbekenntnis vor Gericht wieder zurückzunehmen. Staatsanwalt Kris McLean sagte, die junge Frau sei seit dem Tod ihres Mannes auffällig gelassen und ruhig gewesen.

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