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Extreme Kälte in den USA

Meteorologen warnen vor den tiefsten Temperaturen seit 20 Jahren

Schnee und Kälte in den USA © Bild: APA/EPA/Sebastian Gabriel

Die Menschen in Teilen der USA leiden unter einer extremen Kältewelle. Meteorologen warnten vor den tiefsten Temperaturen seit 20 Jahren. Bis Sonntag kamen laut CNN mindestens 13 Menschen wegen der Kälte ums Leben. Auch der Süden des Kontinents meldet Wetterextreme: In Brasilien ist es ungewöhnlich heiß. In Teilen Großbritanniens wiederum droht Hochwasser.

Laut CNN waren in den USA rund 20 Bundesstaaten von der Kältewelle betroffen. In North Dakota und andere Teile des mittleren Westens hatte der Nationale Wetterdienst für Sonntag Temperaturen von minus 30 Grad vorausgesagt, die gefühlte Temperatur könnte bei starken Windböen sogar auf minus 50 Grad sinken. Bis in den südlichen Bundesstaat Alabama sollte die arktische Kaltfront die Temperaturen unter den Gefrierpunkt drücken.

Elf Tote bei Verkehrsunfällen

Elf Menschen starben in den USA bei Verkehrsunfällen. Im Staat Wisconsin erlag ein Mann einer Unterkühlung. Im Bundesstaat New York wurde eine an Alzheimer erkrankte ältere Frau 90 Meter von ihrem Haus tot aufgefunden, wie CNN meldete. Obdachlose versuchten in Notunterkünften, sich vor Erfrierungen zu retten.

Weil Flugzeuge auf den vereisten Pisten nicht starten oder landen konnten, saßen weiter Tausende Passagiere in den USA auf Flughäfen fest. Seit Beginn des Schlechtwetters am Donnerstag sind laut dem Flugportal FlightAware.com mehr als 7.000 Flüge gestrichen worden. Allerdings unterscheidet die Website nicht zwischen technisch bedingten und durch das Wetter verursachten Ausfällen.

Hitzewelle in Südamerika

Während die Menschen im nordamerikanischen Winter frieren, stiegen in Teilen Südamerikas die Sommertemperaturen auf Spitzenwerte. Werte von mehr als 40 Grad lösten in Rio de Janeiro die Feuerlöschanlage eines Einkaufszentrums aus. Im eleganten Stadtteil Leblon im Süden der brasilianischen Metropole wurden die Besucher eines Shopping-Centers deshalb am Freitag unerwartet von den Sprinklern erfrischt, wie das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf die Geschäftsführung des Centers berichtete.

Die von der Feuchtigkeit abhängige gefühlte Temperatur sei am Freitag und Samstag sogar auf 50 Grad gestiegen, erklärte eine Meteorologin der Zeitung "Jornal do Brasil". In den beiden Flughäfen Rios klagten zahlreiche Reisende, weil die Kühlanlagen nicht richtig funktionierten. Um Weihnachten hatte bereits eine ungewöhnliche Hitzewelle, begleitet von tagelangen Stromausfällen, die Bewohner der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geplagt.

Angst vor Hochwasser in England und Wales

In Großbritannien stellen sich Teile von Südwestengland und Wales nach heftigen Stürmen auf tagelanges Hochwasser ein. Weitere Stürme und Regen seien im Anziehen, sagte der Wetterdienst am Sonntag voraus. Da die Erde mit Wasser vollgesogen sei, könne der Regen nicht abfließen. Hochwasserwarnungen galten weiter vor allem für den Südwesten Englands sowie Teile von Wales und Schottland. Dort steht das Wasser mancherorts seit Tagen auf Straßen und Feldern.

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