USA wollen Druck auf den Iran verschärfen:
Ultimatum zur Aufgabe des Atomprogramms

Laut US-Resolutionsentwurf für UNO-Sicherheitsrat Russland wird voraussichtlich dagegen stimmen

Die USA wollen den Iran im UNO-Sicherheitsrat mit einem 30-Tage-Ultimatum zur Aufgabe seines Atomprogramms und Zusammenarbeit mit den Inspektoren der UNO-Atombehörde IAEO zwingen. Washington wolle das Thema kommende Woche im Weltsicherheitsrat zur Sprache bringen, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf Diplomatenkreise.

Die 30-Tage-Frist sei in einem Resolutionsentwurf enthalten, den die US-Regierung vorbereitet habe. Teheran würden darin schwere diplomatische Konsequenzen angedroht, schrieb die Zeitung. So hätten amerikanische und europäische Diplomaten Reisebeschränkungen für iranische Politiker, Wirtschaftssanktionen und ein Ölembargo erörtert.

Die USA rechneten mit russischer Opposition gegen einen solchen Kurs, berichtete die Zeitung. Moskau hat Teheran angeboten, die umstrittene Urananreicherung auf russischem Boden vorzunehmen. Die Verhandlungen haben aber bisher kein Ergebnis gebracht. Der russische Außenminister Segei Lawrow ist am nächsten Dienstag in Washington. Ab Montag tagt in Wien der Gouverneursrat der UNO- Atomenergieorganisation IAEO, der schon im Februar beschlossen hatte, den Iran wegen jahrzehntelanger Verstöße gegen den Atomwaffensperrvertrag an den Weltsicherheitsrat zu informieren. (apa/red)