Fakten von

USA bereiten neue
Sanktionen gegen Venezuela vor

Maßnahmen könnten noch diese Woche verkündet werden

Die USA planen Regierungskreisen zufolge eine Verschärfung der Sanktionen gegen Venezuela. Es würden neue Strafmaßnahmen gegen mehrere ranghohe Personen aus dem Umfeld von Präsident Nicolas Maduro vorbereitet, die noch in dieser Woche verkündet werden könnten, sagten die Insider am Montag.

Dies sei eine Reaktion darauf, dass Maduro trotz aller internationalen Mahnungen an der Einsetzung der umstrittenen Verfassungsversammlung festgehalten habe. US-Amerikanern sollten Geschäfte mit den betroffenen Personen verboten, ihre Vermögen in den USA sollten eingefroren und ihnen Reisen in die Vereinigten Staaten verboten werden. Sanktionen gegen den Ölsektor des OPEC-Staates werde es wohl noch nicht geben, um sich noch Spielraum für weitere Schritte vorzubehalten.

Die USA hatten kurz vor der Wahl der Verfassungsgebenden Versammlung Ende Juli Sanktionen gegen 13 Venezolaner verhängt. Kurz nach der Wahl folgten Anfang August Strafmaßnahmen gegen Maduro direkt. Die USA, die venezolanische Opposition sowie mehrere südamerikanische Staaten werfen Maduro vor, mit dem Gremium seine Macht zementieren und eine Diktatur errichten zu wollen. Schon mit ihren ersten Beschlüssen nährte die Versammlung solche Befürchtungen, als sie am Samstag mit Generalstaatsanwältin Luisa Ortega eine scharfe Kritikerin Maduros entmachtete. Ihr soll der Prozess gemacht werden. Seit April kommt es immer wieder zu Massenprotesten gegen Maduro. Mindestens 125 Menschen wurden dabei getötet.

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