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Amoklauf in den USA:
Täter war Ex-Marine

28-Jähriger schoss wahllos auf Gäste einer College-Feier

USA - Amoklauf in den USA:
Täter war Ex-Marine © Bild: Getty Images

Ein Ex-Soldat hat in einer Bar im US-Bundesstaat Kalifornien ein Blutbad angerichtet. Nach Polizeiangaben erschoss der 28-jährige frühere Marine zwölf Menschen während einer Countrymusik-Party für Studenten. Das Motiv des Mannes, der vor einigen Jahren im Kampfeinsatz in Afghanistan war, war unklar. Der Schütze tötete sich offenbar selbst.

In Thousand Oaks nahe Malibu im Großraum Los Angeles hatte der Mann in der Nacht auf Donnerstag auf Gäste wahllos einer Tanzbar geschossen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann selbst wurde unter den Toten in der Bar gefunden. Auch ein Polizist wurde erschossen. Auf Twitter trauerten die Kollegen um Sergeant Ron Helus.

© APA/Hirsch

Die einzige Waffe, die der ehemalige Soldat bei seinem Verbrechen verwendet hat, war eine Glock Pistole vom Kaliber .45, sagte der Sheriff des Verwaltungsbezirks Ventura, Goeff Dean. Über das Motiv herrschte noch Rätselraten. Der Name des Täters wurde mit Ian David Long angegeben, er soll wegen "kleinerer Vorfälle" der Polizei bekannt gewesen sein. Dazu gehörten ein Autounfall und eine Beschwerde wegen Ruhestörung.

Es war das dritte "Mass Shooting" in den USA innerhalb von weniger als zwei Wochen. Vor sechs Tagen wurden zwei Frauen in einem Yoga-Zentrum in Tallahassee, Florida, erschossen, vor zwölf Tagen elf Betende in einer Synagoge in Pittsburgh.

© APA/AFP

Schockierende Augenzeugenberichte

Der Vorfall ereignete sich um etwa 23.20 Uhr (Ortszeit) etwa 60 Kilometer von Los Angeles entfernt nahe Malibu. Wie die Zeitung "Ventura County Star" berichtete, soll der Schütze mindestens 30 Schüsse abgefeuert haben. Augenzeugen berichteten von dramatischen Szenen. "Ein Mann kam durch die Eingangstür und hat auf das Mädchen am Empfang geschossen", sagte Holden Harrah unter Tränen dem Sender CNN. "Ich weiß nicht, ob sie noch lebt."

Ein anderer Zeuge sagte laut Sender ABC, der Täter habe auf einen Wachmann geschossen und Rauchbomben geworfen. Dann habe er das Feuer auf die anderen Menschen in dem Lokal eröffnet. "Er hat einfach weitergeschossen."

»Die Leute haben mit Sesseln die Fenster eingeschlagen, um rauszukommen«

Eine junge Frau beschrieb, wie sie sich von der Tanzfläche zum Hintereingang flüchtete. "Die Leute haben mit Sesseln die Fenster eingeschlagen, um rauszukommen", sagte sie dem Sender ABC7. Der 20-jährige College-Student Matt Wennerstron schilderte vor Reportern, der Angreifer habe mit einer halbautomatischen Pistole gefeuert. Als er nachgeladen habe, hätten er und seine Freunde die Gelegenheit zur Flucht ergriffen, indem sie mit einem Barhocker ein Fenster einschlugen und ins Freie kletterten.

"Es war ein normaler Mittwoch, wir hatten Spaß und haben getanzt", berichtete Jasmin Alexander, die mit einer Gruppe von Freunden an der wöchentlich stattfindenden Party teilnahm. "Plötzlich hörten wir das 'Peng, Peng' von Schüssen und alle drehten durch und haben gedrängelt."

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