US-Wahlen 2012 von

Obama bleibt Präsident

"Wir sind amerikanische Familie": Amtsinhaber bedankt sich für seine Wiederwahl

  • Die Familie Obama nach gewonnener Wahl
    Bild 1 von 15 © Bild: Getty Images/AFP/Jewel Samad

    Barack Obama feiert seinen Wahlsieg

    Barack Obama mit Ehefrau Michelle und den Töchtern Malia und Sasha

  • Barack Obama mit seiner Familie
    Bild 2 von 15 © Bild: Reuters/Jeff Haynes

    Barack Obama feiert seinen Wahlsieg

    Der wiedergewählte US-Präsident mit seiner Familie

Barack Obama erhält trotz hoher Arbeitslosigkeit und einer nur schleppenden wirtschaftlichen Erholung eine zweite Chance als US-Präsident. Tausende Anhänger feierten in der Nacht auf Mittwoch in Chicago die Wiederwahl des 51-Jährigen mit "Four more years"-Sprechchören ("Vier weitere Jahre"). Der erste afroamerikanische US-Präsident in der Geschichte versprach in seiner ersten Rede nach dem Wahlsieg, er werde sich nach einer mit harten Bandagen ausgetragenen Wahlschlacht um Kompromisse mit den Republikanern bemühen, um die angeschlagene weltgrößte Volkswirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Sein Herausforderer Mitt Romney hatte kurz zuvor in Boston seine Wahlniederlage eingestanden.

Obama kündigte an, in seiner zweiten Amtszeit eine ganze Reihe von Vorhaben in Angriff zu nehmen, mit denen er bereits 2008 in den Wahlkampf gezogen war. Zusammen mit den Republikanern wolle er sich daran machen, das Steuersystem umzubauen, die Einwanderungsgesetze zu reformieren, die Abhängigkeit der USA von ausländischen Öllieferungen zu verringern und den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen. Der Schuldenberg in Höhe von 16 Billionen Dollar (12.500,00 Mrd. Euro)und das Defizit sind die dringendsten Probleme, die Obama so schnell wie möglich lösen muss - und dass ohne eine weitere Rezession zu riskieren. Dazu braucht er die Unterstützung des Kongresses.

Repräsentantenhaus: Republikaner vorne

Doch ausgerechnet dort ändert sich nichts an den bisherigen Machtverhältnissen. Während die Demokraten ihre Mehrheit im Senat ausbauen konnten, behielten die Republikaner im Repräsentantenhaus die Nase vorne. Hochrechnungen zufolge dürfte die Sitzverteilung nach der Wahl vom Dienstag ähnlich ausfallen wie bisher: Derzeit gibt es 240 Republikaner und 190 Demokraten in der Kammer. Der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, kündigte bei einer Wahlparty an, seine Partei werde auch künftig erbitterten Widerstand gegen Vorstöße der Demokraten für Steuererhöhungen für Wohlhabende leisten.

Obama holt ganze Reihe von "Swing States"

Lange Zeit war die Wahl auf eine Zitterpartie für beide Bewerber hinausgelaufen, denn selbst Stunden nach Schließung der Stimmlokale lagen Obama und Romney in den wichtigsten Schlüsselstaaten so dicht beieinander, dass keine verlässlichen Hochrechnungen möglich waren. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Obama holte nach Prognosen mehrerer US-Fernsehsender Siege in einer ganzen Reihe von wichtigen "Swing States", wo der Ausgang lange Zeit völlig offen gewesen war, weil sie keinem Lager eindeutig zugerechnet werden konnten - darunter Ohio, Wisconsin, Iowa, Pennsylvania und New Hampshire. Das katapultierte ihn weit über die entscheidende Marke von 270 Wahlmännern, die er für seine Wiederwahl benötigte. Wenn man auch die Staaten berücksichtigt, für die noch kein Ergebnis vorlag, in denen der Ausgang aber von vornherein so gut wie feststand, kam Obama auf mehr als 300 Wahlmänner, gut 100 mehr als Romney.

Freude bei Großmutter Obama


Mit besonderer Begeisterung ist der Wahlsieg von US-Präsident Barack Obama in einem kleinen kenianischen Dorf aufgenommen worden: In Kogelo im Westen des Landes nahm am Mittwoch Obamas überglückliche Großmutter Sarah die Glückwünsche von Besuchern entgegen.

"Er trat zum zweiten Mal an, und er hat gewonnen", das mache die Wahl so bedeutsam, sagte die vom nächtlichen Wahlmarathon ermattete 90-Jährige. "Der Grund für seinen Sieg ist, Gott hat ihn gegeben." Außerdem verstehe es ihr Enkel, "alle Menschen zu lieben", anstatt zu spalten.

In dem 60 Kilometer vom Victoria-See entfernten Dorf riefen Zaungäste am Haus der Familie, die im Garten eine kleine Pressekonferenz gab: "Durch den Besuch bei Sarah, empfangen wir Obama."Zur Enttäuschung vieler Landsleute hatte der Präsident während seiner ersten Amtszeit Kenia nicht besucht. Obama müsse sich zuerst um die USA kümmern, beschwichtigte Sarah Obama.

"Noch einen Hund gibt es nicht"

Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama hat in der Siegesrede seine Töchter enttäuschen müssen. "Ich bin so stolz auf Euch. Aber ich sage Euch jetzt: Ein Hund ist wohl genug", sagte Obama Mittwoch früh im Kongresszentrum von Chicago. Obama spielte darauf an, dass er seinen Töchtern Sasha und Malia nach seiner ersten Wahl 2008 einen Hund geschenkt hatte. Der Portugiesische Wasserhund mit Namen "Bo" lebt seitdem mit im Weißen Haus. Mit dem Kürzel "Bo" zeichnet Obama auch seine Beiträge beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Ist das jetzt amtlich, dass der gewonnen hat und nicht Mitt Romney???

Strandfee8
Strandfee8 melden

ja ist amtlich... ich frag mich ja, woher du gestern diese "Informationen" hattest, das Romney gewonnen hat... Kristallkugel? ;-)

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

@Strandfee8
...ne, ausländischer Telefon-Joker ;-)

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Übrigens... sehn alle Feen da so gut aus, oder bloß die vom Strand?? *gg ... Vielleicht sollt ich ja meinen nick hier in Peter-Pan ändern oder so...

Oliver-Berg

Ein schwacher schönrednender Obama ist immer noch besser als ein Republikaner, der nur die Interessen der Waffen- und Öllobby vertritt, 50 Mio Amerikaner keinen Zugang zur Krankenversicherung gewährt und die Steuerprivilegien für Reiche weiterhin zu bewahren.

melden

Schöner Sieg des Drohnen-Präsidenten! Brechen offenbar noch härtere Zeiten für die Terroristen an. Somit heisst es für die Terroristen, weitere vier Jahre in den miefigen Berghöhlen auszuharren.

wintersun melden

Richtig. Und auch die Frauen in Pakistan werden weiterhin viele Tränen vergießen da weiterhin unzählige unschuldige Kinder durch die Killerdrohnen ermordet werden. Aber das ist ja "Kollateralschaden" den man gern in Kauf nimmt.

Seite 1 von 1