US-Wahlen 2012 von

Obama auf der Überholspur

Amtsinhaber holt wichtige Swing States - Herausforderer Romney hofft auf Florida

Barack Obama und Mitt Romney © Bild: APA/EPA/Reynolds

Bei der US-Präsidentenwahl ist Amtsinhaber Barack Obama dem Sieg ein deutliches Stück nähergekommen. Nach Berechnungen der "New York Times" hätte er mit einem Erfolg im sogenannten Swing State Florida seine Wiederwahl praktisch sicher. Voraussetzung dafür ist, dass er wie erwartet alle als demokratisch geltenden Staaten gewinnt. Dazu zählt auch Kalifornien mit 55 Wahlmännerstimmen.

Obamas Herausforderer Mitt Romney müsste hingegen neben Florida auch weitere Swing States gewinnen, um die notwendige Mehrheit von 270 Wählerstimmen zu holen.

Die wichtigen Swing States Michigan, Wisconsin und Pennsylvania gehen nach Wählerbefragung der TV-Sender CNN und Fox News an Präsident Barack Obama. Es war erwartet worden, dass der Herausforderer Mitt Romney in dem nördlichen Industriestaat Michigan, in dem er geboren wurde, stärker abschneidet.

Obama sicherte sich auch wie erwartet die Wahlmänner in den Staaten New York und New Jersey. Der Staat war vom Wirbelsturm "Sandy" stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber auch New Hampshire geht laut CBS und NBA an den Amtsinhaber.

Romney gewann dagegen wie erwartet das bevölkerungsreiche Texas. Außerdem holte er die Wahlmännerstimmen aus den traditionell republikanisch wählenden Bundesstaaten Kansas, Louisiana, Nebraska, North Dakota, South Dakota, Utah und Wyoming.

Im Schlüsselstaat Florida bleibt es weiter bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Laut CNN kommen derzeit beide Kandidaten auf 50 Prozent der Stimmen, nach Auszählung von über 80 Prozent der Stimmen liegen sie nur um wenige hundert auseinander. Aus den anderen Swingstates Ohio und Virginia, die keinem Lager eindeutig zugerechnet werden können, liegen jedoch weiterhin keine eindeutigen Trends vor, obwohl dort die Wahllokale seit Stunden geschlossen sind. Sollten sich die Trends der anderen Staaten fortsetzen, bräuchte Mitt Romney sowohl die Wahlmännerstimmen aus Ohio als auch jene aus Florida, um Obama schlagen zu können.

Obama hat aus dem Dutzend umkämpfter Staaten nach Berechnungen der US-Fernsehsender bereits Michigan (16 Wahlmänner), Wisconsin (10), Pennsylvania (20) und New Hampshire (4) gewonnen. Neben Florida mit 29 Wahlmännerstimmen werden weiter ausgezählt: Ohio (18), Virginia (13), North Carolina (15), Colorado (9), Nevada (6) und Iowa (6). Laut CNN und Fox geht North Carolina an Mitt Romney.

Insgesamt kommt Obama auf 147, Romney auf 158 Wahlmännerstimmen. Für den Wahlsieg sind mindestens 270 der 538 Wahlmännerstimmen erforderlich. Noch nicht ausgezählt sind 19 US-Staaten.

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