US-Wahl 2012 von

Das Wahl-Ergebnis

Mitt Romney, Barack Obama, oder gar ein Unentschieden? Mögliche Ergebnisse

Obama telefoniert. Wahlkampf © Bild: Reuters/JASON REED

Irgendwann wird entweder Mitt Romney oder Barack Obama der nächste US-Präsident sein, dieses Ergebnis steht bereits so gut wie fest. Bis es soweit ist, dauert es jedoch noch etwas. Der NEWS.AT Wahlguide informiert, wann das Ergebnis feststehen könnte, wir sind auch LIVE mit dabei. Die New York Times hat insgesamt 512 Wege ins Weiße Haus berechnet. Wir stellen die wichtigsten vor und bewerten ihre Wahrscheinlichkeit.

Obama gewinnt die meisten Stimmen und die Wahl – sehr wahrscheinlich

Der bisherige Präsident wird auch der künftige sein. Dieses Ergebnis wäre das am wenigsten überraschende. Denn über den ganzen Wahlkampf hatte Obama stets in den Umfragen eine mehr oder weniger deutliche Führung bei den 538 Wahlmännern. Zwar konnte ihn Romney nach der ersten Debatte in bundesweiten Umfragen überholen, aber das ist nur ein Schönheitswettbewerb. Entscheidend sind die Wahlmänner. Seit seinem erfolgreichen Management der Auswirkungen von Hurrikan „Sandy“ hat Obama aber auch wieder die Führung in den bundesweiten Umfragen übernommen. Am wahrscheinlichsten ist, dass diese Umfrageresultate stimmen und Obama eine Mehrheit der Stimmen und der Wahlmänner erhält.

Obamas Wege ins Weiße Haus

Obamas einfachster Weg:Obama gewinnt alle Staaten die immer die Demokraten gewinnen plus Pennsylvania (20 Wahlmänner), Michigan (16), Nevada (6) Wisconsin (10) und Ohio (18). Dann käme Obama auf 271 Wahlmänner, mehr als die 270 zum Wahlsieg benötigten.

Es ginge aber auch ohne Ohio, wenn Obama beispielsweise Virginia (13) und Iowa (6) gewinnt. Beide Staaten haben zusammen 19 Wahlmänner und könnten Ohio ersetzen.

Obama könnte aber beispielsweise auch North Carolina (15) und New Hampshire (4) gewinnen, das wäre ebenfalls genug. Statt New Hampshire könnte es auch Clorado (9) sein.

Ganz einfach wäre der Weg ins Weiße Haus, wenn Obama die 29 Wahlmänner in Florida erobert. Dann könnte er nicht nur auf Ohio verzichten, sondern auch auf die zehn Wahlmänner von Wisconsin.

Obama hat es leichter

In den meisten Umfragen führt Obama stabil in Pennsylvania und Michigan sowie in Nevada, Wisconsin und Ohio. Knapper, aber auch in Führung, sehen ihn die Umfragen auch in Virginia und Colorado. Von den wahlentscheidenden Swing States führt Romney hingegen nur in North Carolina (15 Wahlmänner). In Florida sehen die Umfragen ein Patt. Würde die Wahl so ausgehen und sich Obama auch in Florida durchsetzen, so bekäme er 332 Wahlmänner, viel mehr als die benötigten 270. Der Weg ins Weiße Haus ist also für ihn viel leichter als für seinen Herausforderer, da er noch etliche Bundesstaaten verlieren könnte, in denen er in den Umfragen voran liegt und trotzdem komfortabel gewinnen würde. Sein Herausforderer muss hingegen deutlich mehr dieser Swing States erst noch für sich gewinnen.

Bestes vorstellbares Ergebnis

Obama gewinnt alle Swing States, sogar North Carolina. Dann hätte er gegenüber dem letzten Mal nur den Bundesstaat Indiana verloren und käme auf 347 Wahlmänner

Obama gewinnt die Wahl mit weniger Stimmen – unwahrscheinlich

Auch das hat es schon gegeben. Al Gore hatte beispielsweise 2000 mehr Stimmen als George W. Bush. Dieser gewann jedoch, da er mehr Wahlmänner hatte. In diesem Fall ist jedoch bis heute umstritten, ob Bush in Florida wirklich die Wahlen gewann. Sollte es auch heuer so ausgehen, dann würde das zwar für einigen Aufruhr sorgen, aber an der Gültigkeit der Wahl würde es nichts ändern. Dieses Ergebnis ist eigentlich sehr unwahrscheinlich und kommt nur sehr selten vor, allerdings könnte „Sandy“ heuer zu so einem Ergebnis beitragen. Besonders betroffen sind Bundesstaaten, die überwiegend demokratisch wählen. Wenn wegen der Sturmschäden viele Wähler zu Hause bleiben, wäre so ein Ergebnis denkbar.

Romney gewinnt die meisten Stimmen und die Wahl - wahrscheinlich

Viel unwahrscheinlicher als ein Sieg Obamas aber doch möglich, wäre ein derartiges Ergebnis. Falls die Umfragen nicht stimmen sollten und Romney in Wirklichkeit viel besser abschneidet, ist das denkbar. Beispielsweise wenn viele Obama-Anhänger enttäuscht zu Hause bleiben, während Romneys Wähler besonders eifrig zu den Wahlurnen schreiten.

Romneys Weg ins Weiße Haus:

Der Einfachste Weg für Romney ins Weiße Haus führt zunächst über alle Bundesstaaten, die immer die Republikaner wählen. Dazu müsste er North Carolina (15 Wahlmänner) gewinnen, wo ihn die Umfragen voran zeigen. Dazu Florida (29) , Virgina (13), Ohio (18) und entweder New Hampshire (4) oder Colorado (9). Dann käme er entweder auf 270, oder auf 275 Wahlmänner, was genügen würde.

Geringe Chancen hat Romney noch in Wisconsin (10) und Iowa (6), am Ende doch voran zu liegen. Allerdings ist es kaum vorstellbar, dass er beispielsweise in Ohio verliert und in Wisconsin gewinnt (oder in Iowa) . Denn diese Staaten liegen nebeneinander und sind kulturell, wie auch in Sicht auf die Bevölkerungsstruktur, sehr ähnlich.

Sollten die Umfragen komplett daneben liegen, wäre ein Wahlsieg Romneys auch in Nevada (6), Pennsylvania (20) und Michigan (16) vorstellbar.

Bestes vorstellbares Ergebnis

Romney gewinnt alle Swing States außer Minnesota und Michigan. Dann käme er auf 321 Wahlmänner.

Romney gewinnt die Wahl mit weniger Stimmen - sehr unwahrscheinlich

Dieses Ergebnis wäre auch bei Romney vorstellbar. Ist bei ihm aber noch sehr viel unwahrscheinlicher, da ihn die Umfragen, wenn überhaupt, bundesweit und nicht bei den Wahlmännern voran sahen.

Die Wahl endet unentschieden – extrem unwahrscheinlich

Theoretisch könnten auch beide Kandidaten 269 Wahlmänner erobern. Das wäre beispielsweise denkbar, wenn Obama in Michigan, Wisconsin, Ohio und New Hampshire gewinnt und Romney in den restlichen Swing States. Ein solches Ergebnis ist extrem unwahrscheinlich. In diesem Fall müsste dann das Repräsentantenhaus den Präsidenten bestimmen. Das neu gewählte Repräsentantenhaus – dieses wird ja parallel zum Präsidenten ebenfalls neu gewählt – müsste dann den Präsidenten bestimmen. Dieses würde sich dann wohl für Romney entscheiden, da alle Umfragen sagen, dass die Republikaner im Repräsentantenhaus ihre Mehrheit behalten. Skurrilerweise müsste er wohl mit einem demokratischen Vizepräsidenten leben. Denn diesen wählt der US-Senat und dort dürften die Demokraten ihre Mehrheit behalten.

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Kommentare

Das glaube ich nicht,wird zwar knapp aber obama darf noch eine runde fahren!

Ignaz-Kutschnberger

Nach meinen Informationen ist die Wahl bereits so gut wie gelaufen... Romney ist neuer Präsident!

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