US-Wahl 2012 von

Santa Claus als Abgeordneter

Ein Nikolo-Darsteller und andere verrückte US-Abgeordnete

Stockbild von Santa Claus. Der lacht. © Bild: Corbis.

Die US-Wahl hat auch ihre skurrilen Seiten. Besonders im Repräsentantenhaus, der zweiten Kammer des US-Parlaments, in dem es 435 Abgeordnete gibt und ein Sitz leichter zu erobern ist, werden immer wieder auch skurrile Kandidaten gewählt. Für die Republikaner sitzt nun ein Santa-Claus-Imitator im Parlament, der 1993 behauptete, wirklich Santa Claus zu sein...

1993 stand Kerry Bentivolio vor Gericht und gab dabei an, dass er wirklich Santa Claus sei und den Rest des Jahres nur jemand anderes spiele. Im Wahlkampf sorgte das für einige Aufregung, war doch für besonders für die Demokraten nicht ganz klar, ob dieser Abgeordnete ganz richtig in Kopf ist. Die Wähler hinderte das jedoch nicht daran, ihn ins Parlament zu wählen. Der frühere Lehrer und Rentier-Farmer wird nun Michigans 11. Bezirk im Repräsentantenhaus vertreten.

Andere seltsame Kandidaten

Jesse Jackson heißt ein Kandidat der Demokraten in Illinois, der auch tatsächlich gewählt wurde. Einmal mehr zeigt sich, die starke demokratische Tradition des Bundesstaates, denn verdient hätte sich Jackson die Wahl nicht. Vier Monate erschein er wegen „Erschöpfung“ nicht im Repräsentantenhaus, später auch wegen einer angeblichen bipolaren Störung. Außerdem wird ihm vorgeworfen Millionen aus seinem Kampagnen-Fonds dafür verwendet zu haben, sein Haus neu zu gestalten. Nicht zuletzt wird auch gegen ihn ermittelt, weil er versucht haben soll Barack Obamas Senats-Sitz, nachdem dieser frei geworden war, zu kaufen.


Scott Des Jarlais wurde in Tennessee für die Republikaner gewählt. Er ist ein konservativer Tea-Party-Republikaner, soll aber seine außereheliche Geliebte zur Abtreibung gezwungen haben. Damit nicht genug, der Abgeordnete ist Arzt, die Frau war seine Patientin. Als Sahnehäubchen gestand er ein, seine Frau mit einer Waffe bedroht zu haben und mindestens vier außereheliche Affären gehabt zu haben. Gewählt wurde er trotzdem.

Bachmann und andere Fundamentalisten

Michele Bachmann hat sich nicht wirklich etwas zu Schulden lassen kommen. Aber die Rechtsaußen-Ikone sagt gerne Dinge, die andere Menschen für verrückt halten könnten. Die Schweinegrippe brach zuletzt unter der Präsidentschaft des Demokraten Jimmy Carters aus, für Bachmann besteht da ein Zusammenhang.CO2 hält sie für ein natürliches Abfallprodukt der Natur und keine Gefahr. Barack ‚Obama wirft sie vor die USA in eine Nation von Sklaven zu verwandeln. Öffentliche Schulen, da ist sie sich sicher, lehren Homosexualität. Trotzdem gewann sie, wenn auch knapp, ihre Wiederwahl.

Paul Broun, ein Republikaner aus Georgia der ebenfalls wiedergewählt wurde, glaubt, dass die Welt in sechs Tagen von Gott erschaffen wurde. Die Evolutionstheorie sei direkt aus der Hölle gekommen. Gut, dass er für nichts wichtiges zuständig ist. Er sitzt nämlich im Wissenschaftsausschuss und versucht dort, seine kruden Thesen zu verbreiten.


Immerhin blieb den US-Amerikanern Cyntha Clincingbear erspart. Die Demokratin wollte in Idaho kandidieren. Doch vorab suchte sie ein Geschäft auf, bedrohte dort die Angestellten und zog eine Handfeuerwaffe. Nun wurde sie verurteilt und zog sich freiwillig aus dem Rennen zurück.

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