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US-Wahl: 7 Gründe, warum
Bernie Sanders nicht aufgibt

Setzt er auf Anklage Clintons in der E-Mail-Affäre noch vor dem Parteitag?

BERNIE SANDERS © Bild: imago/ZUMA Press

Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ist offensichtlich gelaufen, doch Bernie Sanders, Vermonts linker Senator, will partout nicht aufgeben. Warum? Sieben mögliche Gründe.

THEMEN:

1. Sanders will den programmatischen Druck auf die Demokraten so lange wie möglich aufrechterhalten. Er hat die Partei bereits für ihre Verhältnisse weit nach links getrieben.

2. Sanders will weitere Zugeständnisse für den Parteitag in Philadelphia, um dort die Agenda noch stärker mitzubestimmen.

3. Sanders hat das Gefühl, von der Partei zu wenig Respekt zu bekommen, gibt sich gegenüber dem Establishment auch schlicht trotzig.

4. Sanders hat eine gewaltige Bewegung entfacht, deren Zulauf ihn selbst überraschte. Nun wollen weder er noch seine oft lautstarken Anhänger einsehen, dass es vorbei ist. Er sucht nach Wegen, die Bewegung inhaltlich weiterzuführen.

5. Sanders setzt insgeheim darauf, dass Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre noch vor der Convention Ende Juli angeklagt werden und dann als Präsidentschaftskandidatin nicht mehr zu halten sein könnte.

6. Sanders wartet noch einige Tage, bis er sich zurückzieht. Auch Clinton brauchte damals etwas länger, um ihre schmerzhafte Niederlage gegen Konkurrent Barack Obama öffentlich einzugestehen.

7. Sanders' entschiedenste Ratgeberin ist seine Frau Jane ("Wir bereiten uns auf die Präsidentschaft vor"), angeblich steht sie hinter den zuletzt schärferen Attacken auf Clinton. Auch hinter seinem Verbleib?

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