US-Wahl von

Romney will Syrien aufrüsten

Der Präsidentschaftskandidat fordert schwere Waffen für die Rebellen

Mitt Romney im Wahlkampf in Florida. © Bild: REUTERS/Shannon Stapleton

In einem Monat sind Präsidentenwahlen in den USA - Zeit für Mitt Romney, sich in der Außenpolitik zu profilieren. Doch große Versprechungen macht er nicht. Vieles, was er fordert, könnte auch Obama unterschreiben.

US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat sich in einer außenpolitischen Grundsatzrede für eine stärkere Bewaffnung syrischer Rebellen ausgesprochen. Die USA müssten gemeinsam mit ihren Partnern sicherstellen, dass die demokratische Opposition notwendige Waffen erhalte, um gegen die militärische Obermacht von Machthaber Baschar al-Assad vorzugehen. Allerdings sagte Romney nicht, dass die USA selbst Waffen liefern sollten. Zugleich fordere er mehr Druck auf den Iran. Präsident Barack Obama habe in der Außenpolitik versagt.

Erneut betonte Romney in seiner Rede einen globalen Führungsanspruch der USA. "Das 21. Jahrhundert kann und muss ein amerikanisches Jahrhundert sein." Obama gebe der Welt keine Führung. "Unsere Freunde und unsere Verbündeten wollen nicht weniger, sondern mehr amerikanische Führung." Zugleich sprach er sich energisch gegen Einsparungen bei den US-Militärs aus.

Keine wirklich neuen Strategien und Vorschläge

Allerdings meinten US-Kommentatoren, Romney habe in seiner Rede vor dem Virginia Military Institute in Lexington keine wirklich neuen Strategien und Vorschläge präsentiert. So betonten die Beobachter, Romney habe keine amerikanischen Waffenlieferungen für syrische Rebellen in Aussicht gestellt.

Syrische Oppositionsgruppen erhalten derzeit nach Angaben aus Damaskus Geld und Waffen aus Saudi-Arabien und aus Golfstaaten. Die Regierung Obama liefert offiziellen Angaben zufolge keine Waffen, greift den Rebellen aber mit "nicht tödlichen" Hilfen unter die Arme.

Einen Monat vor der Präsidentwahl wollte Romney mit seiner Rede vor allem außenpolitisch Profil gewinnen. Er gilt als unerfahren in der Außenpolitik und hat bisher eher durch Patzer Schlagzeilen gemacht.

Romney über Atomstreit

Im Atomstreit mit dem Iran sagte Romney, er werde "nicht zögern, neue Sanktionen gegen den Iran zu verhängen" und bestehende Sanktionen zu verschärfen. Er wolle zudem Flugzeugträger wieder auf Dauer im östlichen Mittelmeer und in der Golfregion stationieren. Militärische Hilfe und militärische Zusammenarbeit mit Israel sollten verstärkt werden. Allerdings nannte er auch hier keine Einzelheiten.

Israel-Palästina: Romney für Zwei-Staaten-Lösung

Im israelisch-palästinensischen Konflikt sprach sich Romney für eine Zwei-Staaten-Lösung aus, die auch Obama anstrebt. Romney plädierte für einen demokratischen palästinensischen Staat, der friedlich an der Seite Israels bestehen soll.

Kommentare

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Die Sanktionen weiter massiv zu verschärfen bis der kriegslüsterne Iran einlenkt. Auch sollte der Iran durch das US-Militär völlig eingekesselt werden, um den psychologischen Druck auf den kriegstreibenden Iran weiter zu erhöhen.

vardka013@hotmail.com melden

genau...einen hund so lange in die ecke treiben bis er beißt...sehr klug -.-

wenn man sich in der iran hineinversetzt ist deren motivation sehr nachvollziehbar...

ich will die nicht verteidigen, aber wird sind auch nicht das höchste gericht

Rayleigh melden

In Israel bezeichnete er Jerusalem als Hauptstadt des Landes.

Jerusalem ist die Hauptstadt von Israel , aber ja

Rayleigh melden

Also hat er wohl doch Recht gehabt oder liegt hier ein Fehler vor?

wintersun melden

Das liegt meinen Informationen nach daran weil die meisten Staaten, wie eben auch die USA, Jerusalem nicht als offizielle Hauptstadt anerkennen und deshalb ihre Botschaft in Tel Aviv haben.

Romney ist wohl nicht klar welche Ausmaße das ganze annehmen kann und wird wenn Assad fällt. Auch wenn ich ihn nicht unterstütze, aber da agiert Obama schon etwas vernünftiger scheint mir. Jedoch wissen wir ja dass Herr Obama nach dem Wahlkampf auch gerne umschwenkt. Von daher: Wie hätten wir's gern, Pest oder Cholerea?

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