US-Wahl 2012 von

Gutes Omen für Romney

Geht es nach dem Football-Orakel, wird Präsident Obama nicht wiedergewählt

Mitt Romney beim Wahlkampf in Sanford, Florida. © Bild: REUTERS/Brian Snyder

Geht es nach dem Football-Orakel in den USA, droht Barack Obama bei der Wahl an diesem Dienstag eine Schlappe. Der Grund ist die Heimniederlage der Washington Redskins. Das NFL-Team aus Washington unterlag den Carolina Panthers am Sonntag mit 13:21. Eine Faustregel besagt, dass das Abschneiden des amtierenden US-Präsidenten beziehungsweise seiner Partei vom Ausgang des letzten Heimspiels der "Rothäute" vor der Wahl abhängt.

Seit 1940 hat diese "Redskins Rule" das Resultat von 17 der 18 US-Wahlen richtig "vorhergesagt". Die bisher einzige Ausnahme gab es 2004: Die Redskins verloren zwar, der damalige US-Präsident George W. Bush wurde aber dennoch knapp wiedergewählt.

Betrachtet man die Quoten der Online-Wettanbieter, sieht es allerdings anders aus. Wetten auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl sind in den USA zwar verboten, im Internet ergibt sich jedoch ein klarer Trend: Amtsinhaber Obama ist bei vielen Online-Wettbüros der heiße Favorit.

Obama mit 4:1-Quote

Marketing-Manager John W. hat 100 Dollar auf Obama gesetzt. Seinen vollen Namen möchte er nicht veröffentlicht sehen, weil er mit seiner Wette eigentlich das Gesetz bricht. Und viel Gewinn wird er auch nicht einstreichen, egal wie die Wahl ausgeht: Die meisten Online-Wettbüros geben für einen Obama-Sieg eine Quote von gerade einmal 1:4. Vier Dollar Einsatz bringen also nur einen Bonus von einem weiteren Dollar, falls auch der nächste Präsident der Vereinigten Staaten Obama heißt.

Romneys Quote liegt bei 11:4, ist also schon lukrativer: Vier Dollar Einsatz bringen im Falle eines Romney-Triumphs einen Gewinn von elf Dollar. Dazu gibt es den Einsatz zurück. John W. hat sich trotz der miesen Quote für Obama entschieden.

Beyonce-Fans wählen Obama

Wer wie wählen wird, lässt sich übrigens laut dem US-Portal buzzfeed.com anhand des Film- und Musikgeschmacks vorhersagen. Die Website hat die "Gefällt mir"-Angaben auf Facebook ausgewertet und dabei den Zusammenhang entdeckt. Wer zum Beispiel eher Filme wie "Black Swan" oder "Slumdog Millionaire" sieht bzw. Musik von Marvin Gaye oder Beyonce hört, wird eher Barack Obama seine Stimme geben. Mitt Romney kann demgegenüber auf Stimmen von Fans des Countrysänger Jimmy Buffet und Anhänger von Mel Gibsons "Passion Christi" zählen.

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