US-Wahl 2012 von

Es geht los!

Dixville Notch: Jeweils fünf Wahlberechtigte wählten für Obama und Romney

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    Wahlberechtigte aus Ohio warten in einer langen Schlange in Germantown.

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    Noch ist an der Grundschule in Bowling Green, Ohio, wenig los.

Die US-Präsidentenwahl hat bereits kurz nach Mitternacht (Ortszeit) mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen begonnen. Bei der Abstimmung im Mini-Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire erhielten Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney jeweils fünf Stimmen. Die Ortschaft nahe der kanadischen Grenze eröffnet traditionell den Abstimmungsreigen. In diesem Jahr gab es zehn Wahlberechtigte. Die Auszählung wurde vom Sender CNN live übertragen. Auch im Bundesstaat Vermont haben die Wahlen bereits begonnen.

2008 war es Obama erstmals gelungen, die 40-jährige Vorherrschaft der Republikaner in dem Dorf zu brechen. 15 Wahlberechtigte votierten damals für den Demokraten, für seinen republikanischen Rivalen John McCain sechs.

Auch im Örtchen Hart's Location ebenfalls in New Hamsphire gingen die Wähler bereits in den ersten Minuten des Wahltages an die Urnen. Das Ergebnis wurde zunächst nicht bekannt.

Wahlen beginnen

Mit der Öffnung der Wahllokale in Vermont hat am Dienstag offiziell der mit Spannung erwartete Wahltag in den Vereinigten Staaten begonnen. Bereits um fünf Uhr früh Ortszeit (11.00 Uhr in Mitteleuropa) hatten stimmberechtigte Bürger dort die Möglichkeit, bei den Präsidentschafts- und Kongresswahlen ihre Stimme abzugeben. Kurze Zeit später sollten auch in anderen Staaten an der Ostküste der USA die ersten Wahllokale öffnen, darunter Connecticut und Virginia. Zuvor hatte der Urnengang bereits in zwei Dörfern im nordöstlichen US-Staat New Hampshire begonnen.

In der Ortschaft Dixville Notch erhielten Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney kurz nach Mitternacht (Ortszeit) je fünf Stimmen. Damit gab es bei der Stimmabgabe zur Präsidentschaftswahl im Ort erstmals in der Geschichte ein Patt.

Die Wahlentscheidung im ganzen Land dürfte denkbar knapp ausfallen. In der jüngsten Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC erreichte Obama zwar erstmals seit Anfang Juli landesweit wieder 50 Prozent der Stimmen, während Romney nur auf 47 Prozent kam. Doch liegt das Ergebnis wie derzeit nahezu alle Umfragen im Bereich der statistischen Fehleranfälligkeit. Vor allem in den sogenannten Swing States deuten die meisten Erhebungen auf ein historisch knappes Kopf-an-Kopf-Rennen hin.

Milliarden-Wahlschlacht

Bis zur Öffnung der ersten Wahllokale am Dienstag lieferten sich der amtierende US-Präsident und sein republikanischer Herausforderer eine erbitterte und Milliarden-Dollar-teure Wahlschlacht. Weil ein sehr knappes Rennen erwartet wurde, richteten sich die US-Amerikaner auf eine lange Wahlnacht ein. Beide Lager bereiteten sich nach Medienberichten auf einen langwierigen Streit über Abstimmungsergebnisse vor.

Die Kandidaten kämpften bis zur letzten Minute um unentschiedene Wähler. Obama wurde nicht müde, Romney als Anwalt der Reichen zu brandmarken. Romney prangerte das Versagen des Demokraten angesichts hoher Arbeitslosigkeit und mauer Konjunktur in der Wirtschaftspolitik an.

Lange Schlangen vor den Wahllokalen


Die US-Amerikaner strömen an die Urnen, um ihren Präsidenten zu wählen: Dienstag früh (Ortszeit) bildeten sich zur Öffnung der Wahllokale in den Vereinigten Staaten teils lange Schlangen. Der Sender CNN zeigte Bilder aus Miami mit einer Menschenansammlung, die quer über eine Straße bis zum nächsten Häuserblock reichte.

Auch in Hoboken im US-Staat New Jersey standen die Wähler Schlange. Diese Gegend war von Wirbelsturm "Sandy" stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Menschen, die wegen der Sturm- und Flutschäden ihr Haus verlassen mussten, dürfen auf Anweisung von Gouverneur Chris Christie per E-Mail oder Fax wählen.


Im benachbarten New York City gaben die Bürger ihre Stimme teils in Zelten ab, etwa in der von "Sandy" schwer getroffenen Küstenregion Rockaway. In den meisten Stadtteilen New Yorks lief die Wahl jedoch normal ab. Es gab Strom, und die U-Bahnen und Busse fuhren bis auf wenige Strecken wieder.

Obama bereits heiser

Ein heiserer Obama rief seine Anhänger bei einer Abschlusskundgebung auf, nicht nachzulassen. "Es kommt jetzt auf jeden von uns als Bürger an", sagte er am späten Montagabend (Ortszeit) in Des Moines in Iowa. Obama wollte danach den Wahltag in seiner Heimatstadt Chicago mit seiner Familie verbringen.

Romney rief die Wähler in Manchester (New Hampshire) auf, die vierjährige Amtszeit Obamas kritisch zu prüfen. "Der Präsident hat 'Change' versprochen, aber der Wandel wird nicht an Reden gemessen", sagte Romney. "Er wird an Ergebnissen gemessen."

Obama und Romney mobilisierten auch noch einmal Prominenz aus dem Showbusiness: "Der Boss" sang für den Demokraten, Kid Rock für den Republikaner. Bruce Springsteen trat an der Seite Obamas bei Kundgebungen in Wisconsin, Ohio und Iowa auf. Der 63-Jährige flog in der Präsidentenmaschine "Air Force One" mit und stand auch erstmals - samt Gitarre und Mundharmonika - mit Obama auf einer Bühne.

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